Neues Bronzekreuz auf der Kirche St. Ulrich Winterthur

Heikle Montage geglückt: Bronzekreuz im Rosenberg steht
Neues Bronzekreuz auf der  Kirche St. Ulrich Winterthur

Mehr als vier Meter misst das Bronzekreuz. Bild: T. Suter.

Es ging um Millimeter, als der Kranführer das 4,4 Meter hohe und 1,3 Tonnen schwere Bronzekreuz an der Fassade der Kirche St. Ulrich platzierte. Wie schon der Schmiedeprozess war auch die Montage des wohl schweizweit grössten geschmiedeten Bronzekreuzes der katholischen Kirche auf dem Rosenberg anspruchsvollste Handwerksarbeit. Bei strahlendem Sonnenschein segnete die Gemeindeleiterin von St. Ulrich, Zita Haselbach, das massive Bronzekreuz am letzten Märzwochenende. Unter Beifall der zahlreich erschienenen Quartierbewohner und Pfarreiangehörigen wurde es daraufhin in Tragegurte gelegt, behutsam hoch in den blauen Himmel gezogen, danach millimetergenau in die Tragevorrichtung an der Fassade der Kirche gesenkt und dort verankert. Ergänzt wird es im Inneren der Kirche durch ein kleineres Kreuz, das im Kirchenboden eingelassen wurde.

Vom Göttlichen und Menschlichen
Die beiden schlanken Kreuze fallen durch ihre Proportion auf: Sie sind aus zwei fast gleichlangen Elementen zusammengesetzt – Sinnbilder, dass neben dem Gottesdienst auch die Gemeinschaft unter den Menschen ins Zentrum des Gemeindelebens gehört. Die Kreuze entworfen hat der Winterthurer Architekt Markus Jedele, der den prägnanten Siebzigerjahrebau des Pfarreiensembles St. Ulrich im 2013 auch restaurierte: «Das kleinere Kreuz steht im Zentrum der Kirche mitten unter den Menschen», erläutert er die Ausgestaltung der Symbole. «Das grosse Turmkreuz wird zeichenhaft den Turm überragen und mit seiner Vertikalen zum Himmel und mit seiner Horizontalen zu den Menschen zeigen.»

Aussergewöhnlich anspruchsvolle Schmiedearbeiten
Die beiden Kreuze wurden in einer der letzten schweizerischen Glockenklöppelschmieden
in anspruchsvoller Handwerksarbeit aus Bronze geschmiedet. Nicht nur die Beschaffung genügend grosser Schmiedebronzeblöcke, sondern auch die
schlanken Kreuzäste auszuschmieden, zu verschweissen und mit einer authentischen Patina zu versehen, war für alle Beteiligten aussergewöhnlich anspruchsvoll. 
Die Aufrichtung markierte zugleich den Abschluss umfassender Sanierungsarbeiten: Von 2012 bis Mitte 2013 wurde das aus dem Jahre 1971 stammende Pfarreizentrum St. Ulrich im Umfang von 7,5 Millionen Franken erneuert.

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zuletzt verändert: 01.04.2014 15:17