«Luutstarch» gegen Armut: Wettbewerb bis Mitte April

Bei Luutstarch bringen Jugendliche Armut, Ausgrenzung und soziale Gerechtigkeit zur Sprache.
«Luutstarch» gegen Armut: Wettbewerb bis Mitte April

Rap-Projekte aus dem letzten Jahr. Foto: luutstarch

Zusammen mit professionellen Kunstschaffenden kreieren sie Rap-Texte und Fotografien. Am jährlichen Luutstarch Event, diesmal am ZüriFäscht Anfang Juli, treten sie mit ihren Raps und Bildern an die Öffentlichkeit.

Worum geht's?

Luutstarchein Projekt von youngCaritas Zürich in Kooperation mit Zürcher Lehrer- und Lehrerinnenverband ZLV, Jugendseelsorge Zürich, jenseits IM VIADAKUT und Okaj Zürich sensibilisiert Jugendliche zur hiesigen Armut und fördert soziales Engagement. Tabu-Themen wie finanzielle Engpässe der Familie, die Abhängigkeit vom Sozialamt, Ausgrenzungserfahrungen oder das eigene Konsumverhalten werden anhand eigener Raps und Fotos erarbeitet. Luutstarch ermöglicht Jugendlichen, zu diesen schwierigen Themen eine positive, engagierte Rolle einzunehmen, indem sie ihr kreatives Talent unter Beweis stellen und Anerkennung erfahren. Im Wettbewerb können Fotos und Raps zur Armut in der Schweiz eingereicht werden. Den Siegern winkt ein Auftritt auf Zürifäscht. Der Sieger des letzten Jahres der Kategorie Musik, M-Right dazu: „«Ich wollte wissen, ob es Armut auch in der Schweiz gibt, und als ich sah wie krass es ist, musste ich gleich einen Song machen.»

Wie funktioniert Luutstarch?

Luutstarch ist ein Projektangebot für Jugendliche von ca. 10 bis 17 Jahren in Schule, Kirche und Jugendarbeit bestehend aus Unterrichtsmaterialien, Workshops, Wettbewerb sowie einem jährlichen Jugend-Event. 

Luutstarch stellt Unterrichtsmaterialien für Jugendgruppen und Schulklassen der Mittel- und Oberstufe zur Verfügung. Die Materialien basieren bei der Mittelstufe auf einer Comic-Geschichte, bei der Oberstufe auf Rap-Songs und Foto-Geschichten, welche Armut in der Schweiz thematisieren.

Kernstück von Luutstarch ist das Projektangebot mit Rap- und Fotoworkshops. Jugendgruppen und Schulklassen erhalten dabei Unterstützung von Rap- und Foto-Profis. Diese intensive Auseinandersetzung fördert die eigene Meinungsbildung zu Armut und zu sozialer Gerechtigkeit.

 

zuletzt verändert: 26.02.2016 15:18