Kirchliche Medienarbeit für einen weiten Kreis

Am 1. Mai, zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, rufen die Bischöfe auf, am sogenannten Mediensonntag für die drei katholischen Medienzentren in Lausanne, Lugano und Zürich sowie weitere katholische Medienprojekte zu spenden. Die Medienzentren existieren in dieser Form seit gut anderthalb Jahren.
Kirchliche Medienarbeit für einen weiten Kreis

Das Medienzentrum kath.ch in Zürich. Foto: Christian Murer

von Charles Martig, Direktor, und Martin Spilker, Leitender Redaktor, kath.ch

Die katholische Kirche soll in der Schweizer Medienlandschaft präsent sein. Das war Wunsch und Auftrag sowohl der Schweizer Bischöfe, wie auch der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz RKZ, der Organisation der kirchlichen Körperschaften. Mit drei Medienzentren für die deutsche, die französischsprachige und die italienischsprachige Schweiz wurden die bisherigen Tätigkeiten gebündelt.

Gemeinsamer Auftritt unter dem Logo von kath.ch

Der Rahmen war gegeben, der Auftrag klar. Nun galt es, «katholische Medienarbeit» mit Inhalt zu füllen. Seit mehr als einem Jahr sind in Zürich und in Lausanne je zwei Redaktionsteams mit Engagement dabei, täglich für ein breites Publikum über Themen aus Kirchen, Religion, Politik, Gesellschaft und Kultur zu berichten. Sie treten nun gemeinsam unter dem Logo cath.ch und kath.ch auf; wobei sich auch die Tessiner angeschlossen haben, unter derselben Marke als catt.ch. Das ist ein Novum: die katholische Kirche Schweiz tritt in den Medien mit einem einheitlichen Erscheinungsbild auf.

Aber was genau gehört zu einer katholischen Medienarbeit? Bewusst wurde die Trägerschaft der Medienzentren einer Vereinsstruktur unterstellt. Die Redaktionen arbeiten wohl im Auftrag kirchlicher Gremien, werden auch durch diese finanziert. Aber sie sollen in der für alle Medien grundlegend wichtigen journalistischen Freiheit arbeiten dürfen. Ein wichtiges Ziel der Medienzentren war und ist, Themen aus Kirche und Religion in der Gesellschaft zur Sprache zu bringen und deren Bedeutung für die Gesellschaft zu zeigen.

Der neue Nutzer: konfessionslos – mobil – aber interessiert

Über die neuen sozialen Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram wird deshalb bewusst ein neues Feld aufgetan, um auch Menschen anzusprechen, die der Kirche fernstehen und Religion aus Distanz und eher kritisch betrachten. Daraus ergeben sich interessante Diskussionen, die umgekehrt von den Redaktionen wieder für das Gespräch mit «Kirchenprofis» aufgenommen werden können.

Medienarbeit im 21. Jahrhundert ist immer Dialog. Lob, Fragen, Kritik, Anregungen erreichen Redaktionen heute in Sekundenschnelle. Das ermöglicht es, näher am alltäglichen Leben der Mediennutzer und –nutzerinnen zu sein  die Auseinandersetzung mit Glaube und Kirche begleiten zu können.

Dienstleistungen für die Deutschschweiz www.kath.ch/pro

Online spenden: www.kath.ch

Video mit Medienbischof Alain de Raemy zum Thema. 

zuletzt verändert: 29.04.2016 10:31
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