Darum am 18. Mai NEIN zur Kirchensteuer-Initiative

Ausgewählte kirchliche Fachstellen und Institutionen sagen noch einmal, warum die Kirchensteuer-Initiative ihre Angebote und Leistungen gefährdet und die Vorlage am 18. Mai abzulehnen ist.
Darum am 18. Mai NEIN zur Kirchensteuer-Initiative

Osternacht im jenseits im Viadukt

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Aki/Studentenseelsorge

Im Zeichen des ganz Anderen dient das aki, die katholische Hochschulgemeinde am Hirschengraben 86, allen Studierenden und anderen Angehörigen der Hochschulen im Kanton Zürich: für persönliche Standortbestimmungen, Gespräche und Sitzungen, für Proben, Vorträge, Feste und Feiern. Mit seinen Räumen und seinem erholsamen Garten steht das Haus aber auch allen anderen jungen Leuten und nonprofit-Organisationen unterschiedlicher kultureller, politischer und religiöser Prägung offen. Diese Infrastruktur der Kirchen mitten in der Stadt zum Auftanken, Lernen und Nachdenken wird auch ermöglicht durch die Steuern von juristischen Personen.

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Bahnhofkirche

Die ökumenische Bahnhofkirche, mitten im Hauptbahnhof Zürich, ist interreligiös gastfreundlich. Ohne Anmeldung, anonym und unentgeltlich können hier Menschen mit Seelsorgenden ins Gespräch kommen! Täglich besuchen ca. 400 Menschen den Raum der Stille. Jährlich suchen 1500 bis 2000 Menschen das Gespräch - Kirchennahe und Kirchenferne.

Tägliche Weg-Worte geben einen spirituellen Impuls auf dem Weg in den Tag.

Das ist möglich auch dank den Kirchensteuern von juristischen Personen.

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Caritas Zürich

Die Katholische Kirche deckt einen Viertel der Ausgaben von Caritas Zürich und finanziert damit vielfältige soziale Angebote mit. Beispielsweise kauften Armutsbetroffene 2013 in den Caritas-Märkten gegen 100‘000 mal ein; die Sozialberatung informierte und beriet über 2000 Menschen; und in verschiedenen Projekten begleiteten wir ebenfalls mehr als 2000 Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen. Diese direkte Hilfe wäre mit der Annahme der Kirchensteuer-Vorlage gefährdet.

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Dargebotene Hand/Tel. 143

Die Telefonseelsorge Tel 143 leistet mit ihrem niederschwelligen Gesprächsangebot (kostenlos, anonym, rund um die Uhr) per Telefon oder Internet 100 Mal am Tag emotionale erste Hilfe. Das Herz der Dargebotene Hand ist das Freiwilligenteam von 90 Frauen und Männer. Tel 143 engagiert sich für alle Menschen unabhängig von Religion, Kultur und Herkunft. Weil die Telefonseelsorge zum allergrössten Teil von den Kirchen mitfinanziert wird, trägt ein Nein am 18. zur Kirchensteuerinitiative dazu bei, dass die Notfallnummer auch in Zukunft zur Verfügung steht für Menschen mit kleinen und grossen Sorgen, für Menschen, die in einer Krise stecken, für Menschen in alltäglichen Stresssituationen, für Menschen, die einsam sind oder auch für einige Zeit eine Begleitung brauchen.

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Fachstelle für Religionspädagogik

Religiöse Bildung von Kindern und Jugendlichen ist die gemeinsame Sorge von Kirche und Staat, weil sie zur persönlichen Sinnfindung im Leben, zur Orientierung in pluraler Gesellschaft und zum friedlichen Miteinander unterschiedlicher Religionen und Kulturen beiträgt. Die Fachstelle für Religionspädagogik im Kanton Zürich leistet hierzu mit ihren Angeboten in Aus- und Weiterbildung, Beraten und Begleiten und ihren innovativen Konzepten einen qualifizierten Beitrag. Sie bildet Frauen und Männer für den kirchlichen Religionsunterricht aus und vermittelt christliche Werte und Kultur so, dass sie auch für Kinder, Jugendliche und Eltern, mit unterschiedlicher oder keiner religiösen Bindung an die Kirche, attraktiv sind.

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Flughafenpfarramt

Die Seelsorgenden des ökumenischen Flughafenpfarramts begleiten und beraten Mitarbeitende der verschiedenen Unternehmen am Flughafen; sie betreuen Passagiere in Krisensituationen oder Angehörige bei Todesfällen; sie sind Teil des Notfallteams, das bei Katastrophen zum Einsatz kommt. Die Anlaufstelle ist am Flughafen gut vernetzt und in Notfällen rund um die Uhr erreichbar. Im 2013 fanden ca. 3000 seelsorgerliche Begegnungen statt. Das Betreuungsangebot richtet sich an alle Menschen unabhängig ihrer kulturellen oder religiösen Beheimatung.

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hiv-aidsseelsorge

Die hiv-aidsseelsorge der katholischen Kirche des Kantons Zürich ist ein Ort der Begegnung für Menschen mit HIV und Aids. Sie begleitet, berät und betreut Betroffene bei allen Lebenssituationen und –krisen. Ein Seelsorger und eine Sozialarbeiterin bieten Einzelbegleitungen und –beratungen an. Zudem gestalten HIV und Aids Betroffenen das soziale Leben aktiv mit.

Die hiv-aidsseelsorge ist einzigartig in der Schweiz. Sie ist durch Foto- und Filmprojekte zum Thema HIV und Aids zum alleinigen Sprachrohr von Betroffenen in der Gesellschaft geworden. HIV und Aids Betroffene pflegen in ihr Kontakte und können selbst tätig werden. Ein NEIN zur Kirchensteuerinitiative am 18. Mai ist ein solidarisches Zeichen mit Menschen mit HIV und Aids.

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Jenseits IM VIADUKT

Das jenseits IM VIADUKT im Kreis 5 der Stadt Zürich bietet jungen Erwachsenen (18 bis 30 Jahren) einen nichtkommerziellen Ort unabhängig von Herkunft und Religion für Musik, Kunst, Tischgespräche, Talent Café, Preisverleihungen, CD-Taufen und Hochzeiten. Wie die Josefswiese dienen auch die beiden Viaduktbögen 11 und 12 den jungen Erwachsenen aus dem Quartier und der Stadt Zürich als Kultur- und Begegnungsort.

kabel büro

kabel/Lehrlingsseelsorge

Die vielfältigen Angebote der Beratungsstellen kabel – fragen zur lehre stehen seit 23 Jahren allen Ratsuchenden im Kanton Zürich zur Verfügung.

Unsere Trägerschaft sind die katholische und die reformierte Kirche im Kanton Zürich. Dank den Einnahmen auch aus den Kirchensteuern von juristischen Personen können wir als Fachstelle für Lehrlingsfragen unsere Angebote für Alle, unabhängig ihrer Religionszugehörigkeit, kostenlos und vertraulich anbieten und entlasten damit die Staatskasse.

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Katholischer Frauenbund Zürich

Seit über 90 Jahren engagiert sich der Katholische Frauenbund Zürich KFB für die Anliegen der Frauen und wird dabei von der katholischen Kirche finanziell mitgetragen. Der KFB unterstützt und berät 45 Frauenvereine und Frauengemeinschaften im Kanton Zürich. Diesen gehören über 6000 Mitglieder an. Er fördert die persönliche, kulturelle, religiöse und staatsbürgerliche Weiterbildung der Frauen, die ökumenische Zusammenarbeit und das Verständnis für andere Religionen. Die Frauenvereine engagieren und beteiligen sich aktiv am Gemeindeleben. Sie bieten Frauen – unabhängig von Alter, Stand und Herkunft – eine Gemeinschaft auf der Basis christlicher Grundwerte.

Die dem KFB angeschlossene Beratungsstelle tandem berät und begleitet seit über 10 Jahren schwangere Frauen und Mütter in Not.

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Polizeiseelsorge

Die Polizeiseelsorge und die Seelsorge für Rettungskräfte unterstützen Polizei, Feuerwehr und Sanität in menschlich belastenden Situationen: zum Beispiel wenn ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz verletzt wird, wenn nach einer langen Reanimation durch eine Sanitäterin der Patient dennoch verstirbt, wenn Polizistinnen und Polizisten einer Familie die Todesnachricht des Gatten und Vaters überbringen müssen. Etwa 6000 Frauen und Männer arbeiten in unserem Kanton bei Polizei, Feuerwehr und Sanität. Aber auch Helfer und Helferinnen brauchen gelegentlich Hilfe. Dafür ist die ökumenisch getragene Polizeiseelsorge und Seelsorge für Rettungskräfte da.

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Spital- und Klinikseelsorge

Die Seelsorgenden der katholischen Spital- und Klinikseelsorge sind in 36 Spitälern und Psychiatrischen Kliniken des Kantons Zürich gemeinsam mit ihren reformierten Kolleginnen und Kollegen im Einsatz und erreichen mit ihrem Angebot mehr als als 60'000 Personen pro Jahr. Darunter sind pro Jahr 28‘000 Seelsorgegespräche mit Katholiken und 9‘000 Gespräche mit Nicht-Katholiken, 4‘284 Kontakte mit Angehörigen und 10’662 seelsorgerische Gespräche mit dem Personal der Spitäler sowie über 824 Sterbebegleitungen in Palliative Care.

Die professionelle Spitalseelsorge im Kanton wird auch mit Kirchensteuergeldern der juristischen Personen finanziert. Die Vorlage «Weniger Steuern fürs Gewerbe» gefährdet dieses Engagement der Kirchen und das heutige Seelsorge-Angebot der Spitäler und Kliniken massiv.

Nur wer abstimmt, entscheidet wirklich mit!

zuletzt verändert: 17.05.2014 09:10