Nein zur Kirchensteuervorlage Bekenntnis fürs Gemeinwohl

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich nimmt die deutliche Ablehnung der Kirchensteuer-Initiative mit Freude zur Kenntnis.
Nein zur Kirchensteuervorlage Bekenntnis fürs Gemeinwohl

DANKE!

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Zürich haben die Volksinitiative «Weniger Steuern fürs Gewerbe» mit 71.84% deutlich abgelehnt. Die Stimmbeteiligung lag bei 55.44%. Nachfolgend die Medienmitteilung der Katholischen Kirche im Kanton Zürich sowie ausgewählte Stimmen zum Abstimmungsergebnis.

Medienmitteilung

Synodalrat und Generalvikar danken allen Stimmenden, die mit ihrem Nein zur Vorlage den Kirchen grosses Vertrauen ausgesprochen haben. Ein grosser Dank geht auch an die vielen Engagierten in den Pfarreien und Kirchgemeinden. Mit ihrer Hilfe ist es uns und dem Komitee gelungen, in der Gesellschaft ein zukunftsorientiertes Zeichen zu setzen.

Synodalrat und Generalvikar werten das klare Ja zur Kirchensteuer für juristische Personen als Anerkennung des Souveräns für die gemeinnützigen Leistungen der Kirchen und den engagierten Einsatz ihrer Mitarbeitenden. Eine Mehrheit der Bevölkerung steht damit hinter dem 2010 in Kraft getretenen Kirchengesetz für alle drei öffentlich-rechtlich anerkannten Körperschaften im Kanton Zürich. Wir nehmen auch befriedigt zur Kenntnis, dass die «Sorge tragen»-Kampagne unseres Komitees bei den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern angekommen ist. Wir müssen über diese Abstimmung hinaus wirklich Sorge tragen zum Gemeinwohl in der Gesellschaft.

Mit dem klaren Nein zur Vorlage leistet die Wirtschaft weiterhin ihren unverzichtbaren Beitrag an die Arbeit der Kirchen für das Gemeinwohl. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich ist sich der Verantwortung im Umgang mit diesen Mitteln bewusst. Sie wird sich weiterhin im partnerschaftlichen Verbund mit der reformierten und christkatholischen Kirche sowie dem Kanton und den politischen Gemeinden zum Wohl der Menschen einsetzen.

Das Abstimmungsergebnis bestärkt uns, die kirchlichen Leistungen in den Bereichen Soziales, Bildung und Kultur künftig noch mehr ins öffentliche Interesse zu rücken. Wir wissen aber auch, dass sich Strukturen und Finanzierungssysteme ändern können. Das Selbstverständnis der Kirche bleibt jedoch bestehen. Auftrag der Kirche ist, die Gottesfrage in der Gesellschaft von heute wach zu halten, Lebenssinn und Werte zu begründen und zu vermitteln sowie den Menschen – besonders den Armen und Notleidenden – mit Wort und Tat zu dienen.

www.zh.ref.ch

www.kirchensteuerinitiative-nein.ch

Synodalratspräsident Benno Schnüriger im Gespräch mit dem SRF-Regionaljournal ZH/SH

Ausgewählte Stimmen

Benno Schnüriger, Synodalratspräsident der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich

Gewonnen haben heute die Gesellschaft und die Kirchen. Die Kirchen mit ihrem sozialen Engagement erreichen Leute, die beim Staat durch die Maschen fallen. Die Steuermillionen der Firmen kommen vor allem den Ärmeren zugute. Ein anderes Resultat hätte eine Entsolidarisierung bedeutet.

Josef Annen, Generalvikar für Kantone Zürich und Glarus

Das gute Resultat verpflichtet uns weiterhin zu einer solidarischen Kirche.

Michel Müller, Präsident Kirchenrats

Unsere gesamtgesellschaftliche Leistung wird geschätzt, Das Votum des Volks verstehe ich auch als Auftrag und Herausforderung. Vor allem ist es eine Ermutigung. Die Kirche soll im Dorf bleiben – und sie soll sichtbar in der Mitte der Gesellschaft bleiben. Das Resultat ist ein Votum für die Kirche.

Urs Stolz, Kirchgemeindepräsident der Christkatholischen Kirche

Ich bin beeindruckt von der ist ökumenischen Zusammenarbeit.

Bistum St. Gallen

Herzlichen Dank. Solidarität geht über alle Grenzen hinaus. Auch die der Bistümer.


Medienmitteilung der Katholischen und Reformierten Kirche in Winterthur zur Ablehnung der Kirchensteuerinitiative


Die Römisch-katholische Zentralkonferenz der Schweiz (RKZ) gratuliert den Kirchen in einer Medienmitteilung zum Abstimmungserfolg.

Zur Medienmitteilung hier.

zuletzt verändert: 18.05.2014 17:57