Kirchen auf Wikipedia

Zürcher Kirchen zeigen Online-Präsenz
Kirchen auf Wikipedia

Die Liebfrauenkirche prägt Zürichs Stadtbild (Quelle: Roland zh unter CC-BY-SA-3.0)

Wikipedia ist die wichtigste Enzyklopädie im Netz. Hier darf jeder schreiben und so gibt es wohl zu jedem Thema – oder wichtigen Gebäude – einen Eintrag.  Dass dies bisher nur auf zwei katholische Zürcher Kirchen zutraf, veranlasste Markus Weber dazu, «Wikipedianer» zu werden. Eine späte Würdigung.

Um ganze 25 katholische Kirchen der Stadt Zürich ist Wikipedia nun reicher. Dabei hat Markus Weber, Priester in Dübendorf und Lehrer an der Kanti Bülach, die historische Seite der Gebäude beleuchtet sowie die Geschichte ihrer Pfarreien. Entstanden ist das Werk in dreimonatiger Arbeit während der Freizeit.

An der Kanti sei ihm aufgefallen, dass viele junge und kirchenferne Menschen sich im Internet über Wikipedia informieren: «Was den Menschen heute wichtig ist, dokumentieren sie auf Wikipedia». Auch sei die bevorstehende Abstimmung über die Abschaffung der juristischen Kirchensteuer für ihn eine Antriebsfeder gewesen: «Immer mehr Menschen wissen nicht mehr, mit wie viel Herzblut unsere Vorfahren unsere Pfarreien aufgebaut haben […]. Unsere Gesellschaft braucht nicht nur Golfplätze und Einkaufszentren, sondern auch Orte der Besinnung.»

Die Motivation weiter zu machen ist da. In den Herbstferien sind Artikel zu Max Rüedi und zwei Kirchen aus dem Zürcher Unterland geplant. Wann er weitere Kirchen in Angriff nehme, wisse er noch nicht. «Wenn mich eine Pfarrei unterstützt, bin ich aber gerne dabei», so Markus Weber, und klingt dabei ganz wie ein eingefleischter «Wikipedianer».

www.de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Charly_Bernasconi

zuletzt verändert: 21.10.2013 10:50