Kirche Don Bosco: Renovation gelungenes Werk!

Freuden- und Festtag für die Italienischsprachige Mission: Am zweiten Adventssonntag konnte Generalvikar Josef Annen die frisch renovierte Kirche Don Bosco einsegnen.
Kirche Don Bosco: Renovation gelungenes Werk!

Einweihung Kirche Don Bosco_FOTO_Rocco Laconca

Renovation weckt unterschiedliche Erwartungen

In seiner Predigt holte der Generalvikar die Gläubigen bei ihren Erwartungen an die Renovation der Kirche ab und schuf eine Verbindung zu den adventlichen, von Erwartungen geprägten Bibeltexten: „Werden die Bilder des heiligen Giovanni Bosco noch an den Wänden hängen? Wo ist die staue der Madonna? Wo der Tabernakel? Wo kann ich eine Kerze anzünden? Was ist neu und anders als vorher?“ Damit spielte er an Diskussionen, die bei einer Renovation einer Kirche erfahrungsgemäss aufflammen und für die es Kompromisse und gemeinsame Lösungen brauche: Die einen wollen eine Heiligenstatue ganz vorne in der Kirche, andere ganz hinten.

Generalvikar Josef Annen FOTO_Rocco Lanconca

Anknüpfend an die Erwartungen leitete er zur Frage über: „Erwarten wir, dass die Gläubigen mit Freude nach Don Bosco kommen, weil sie hier finden, was sie suchen?“ und warnte davor, keine Erwartungen mehr zu haben. „Was wir aber all niemals dürfen –weder die Mitglieder der Baukommission, noch die Verwaltungskommission, noch der Pfarrer, noch die Kommunität der Salesianerpatres, und vor allem nicht die Gläubigen von Don Bosco, das ist keine Erwartungen mehr haben, die Hoffnung begraben und resignieren. Denn", so Annen weiter „Erwartungen begraben, das ist nicht der Weg Gottes.“ Als Aufmunterung gab er der Festgemeinschaft mit, das Gebäude der Kirche sei jetzt renoviert und der strahle in neuem Glanz. Jetzt im Advent gehe es um die eigene, persönliche Renovation.

Einweihung Don Boisco FOTO_Rocco Lanconca

Festessen im Pfarreizentrum

Nach dem Festgottesdienst in der Kirche feierte die italienischsprachige Gemeinschaft in den Räumlichkeiten des Pfarreizentrums und stiess beim Apéro auf die gelungene Renovation an.

Aussersihl: Geprägt durch italienische Migranten

Italienische Migranten prägten seit dem 19. Jahrhundert das Gesicht des Quartiers Aussersihl. Grund war die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte für die Bauwirtschaft und die Bahn. Selbstverständlich waren damals alle katholisch – und da die Kirche die Lebensbedingungen und Bedürfnisse nach Beheimatung erkannte, gründete die Kongregation der Salesianer 1898 die Missione Zurigo. Erster Gottesdienstort war ein Gebäude mit Kapelle an der Hohlstrasse 86. Bereits 1906 konnte die Missione ihren Sitz an den heutigen Standort auf das Areal einer ehemaligen Backsteinfabrik an der Feldstrasse 109 verlegen. Die heutige Kirche wurde im November 1952 eingeweiht, 1980 und 2005 renoviert. Im Jahr 1985 ersetzte das mehrgeschossige Pfarreizentrum das alte Pfarr- und Gesellenhaus.

zuletzt verändert: 07.12.2016 09:28