Flüchtlinge koordiniert und gemeinsam betreuen

In einer gemeinsamen Medienmitteilung haben die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich und die Katholische Kirche im Kanton Zürich über ihr koordiniertes Vorgehen für die Aufnahme von Flüchtlingen orientiert.
Flüchtlinge koordiniert und gemeinsam betreuen

Wohnraum ist das eine, Betreuung und Begleitung von Flüchtlingen das andere: Freiwillige betreut Kinder und Jugendliche aus Syrien. Bild: Archiv Jesuitenmission

Dies, nachdem Generalvikar  Josef Annen und Synodalrätin Ruth Thalmann in einem Gespräch mit Regierungsrat Mario Fehr, Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, die guten Dienste der Katholischen Kirche im Kanton Zürich angeboten hatten.

"Ich begrüsse das Angebot der katholischen Kirche"

In einem Schreiben an Pfarrer, Pfarreibeauftragte und die Präsidien der Kirchenpflegen fordern Synodalrat und Generalvikar dazu auf, in den Kirchgemeinden und Pfarreien Wohnraum für anerkannte Flüchtlinge bereitzustellen, Plätze für Pflegekinder zu suchen und Betreuungsangebote aufzubauen oder weiterzuführen. Regierungsrat Mario Fehr sagt dazu: «Ich begrüsse das Angebot der Katholischen Kirche und freue mich sehr darüber. Es entspricht genau dem, was wir derzeit am Dringendsten brauchen: Wohnraum sowie etwas ‚Starthilfe‘ für Flüchtlinge, die in unserem Land bleiben und hier eine neue Existenz aufbauen können.»

Konkrete Hilfe bereits beschlossen

Bereits zum Beschluss erhoben haben Synodalrat und Generalvikar, im früheren Sitz der Weihbischöfe an der Schienhutgasse in der Stadt Zürich dem Kanton vorab für die Dauer von zwei Jahren eine Wohnung für eine Flüchtlingsfamilie zur Verfügung zu stellen. Abklärungen für weitere mögliche Wohnobjekte in Liegenschaften der Katholischen Kirche werden getroffen. Weiter beschloss der Synodalrat, neu entstehende Migrations-Gemeinschaften, welche bislang über keine bestehenden Strukturen in der Schweiz verfügen, mit 50‘000 Franken zu unterstützen.

Kirchgemeinden und Pfarreien zeigen Engagement

Eine Blitzumfrage bei den Kirchgemeinden und Pfarreien hat letzte Woche gezeigt, dass bereits heute viel für Flüchtlinge getan wird. Flüchtlingen oder den sie betreuenden Organisationen werden Räume zur Verfügung gestellt. Kirchliche Sozialdienste und Freiwillige begleiten und betreuen Flüchtlinge im Alltag mit Mittagstischen, Begegnungsanlässen, Spielprogrammen für Kinder, erteilen Deutschunterricht und beraten im Umgang mit Behörden und Ämtern.

Radiobeitrag im Regionaljournal ZH/SH