Im Zeichen von Integration und Solidarität

Er liegt frisch gedruckt vor und wird in den kommenden Tagen an die vielen Adressaten verschickt – der Jahresbericht 2014 der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. 84 Seiten mit Titeln, Texten und Bildern, die das vielfältige Engagement von Seelsorgenden, Mitarbeitenden und Behördenmitgliedern abzubilden versuchen. 2014 speziell im Fokus waren der Einsatz für die Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge sowie für die bedürftigen und verletzten Menschen.
Im Zeichen von Integration und Solidarität

Der Jahresbericht 2014 der katholischen Körperschaft.

Rund 50 Seiten berichten, strukturiert nach den vier Tätigkeitsfeldern Soziales/Diakonie, Bildung/Verkündigung, Kultur/Liturgie und Gemeinde/Pfarreileben, über Fachstellen, Institutionen und Gremien mit ihren Angeboten, Engagements und Projekten. Weitere 20 Seiten widmen sich der dualen kirchlichen Organisation auf der kantonalen und kommunalen Ebene. Einige wichtige Kennzahlen zu den Finanzen, den Liegenschaften, den Steuerfüssen in den Kirchgemeinden, den Seelsorgenden, den kirchlichen Handlungen wie Taufen und Beerdigungen sowie zur Mitgliedschaft schliessen den Jahresbericht ab. Wer sich intensiver auf Rechnung und Bilanz, Mittelherkunft und –verwendung, Beiträge der Kirchgemeinden und Finanzausgleich der Zentralkasse sowie auf Kennzahlen von Pensionskasse und Römisch-katholischer Zentralkonferenz der Schweiz RKZ einlassen will, dem dient die separate Broschüre zu den Finanzen.

In der Kirche gibt es keine Ausländer
Einer der Schwerpunkte im Jahresbericht 2014 gilt der Migrantenseelsorge und den Flüchtlingen. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich ist eine Einwanderungskirche mit rund 130 000 anderssprachigen Mitgliedern und über 20 Missionen. Sie bilden die Weite der weltumspannenden römisch-katholischen Kirche ab. Ihnen, wie allen anderen auch, will Katholisch Zürich eine gastfreundliche Kirche sein. Die anderssprachigen Katholikinnen und Katholiken sollen in unserer Gesellschaft sowohl eine kirchliche als auch eine soziale Beheimatung finden. Die Fachstelle für Religionspädagogik hat mit dem Lehrmittel «Interkulturelle Katechese» ein neues pastorales Instrument entwickelt und ermutigt damit die Pfarreien und Missionen, kultursensible Lehr- und Lernprozesse zu initiieren.

Immer mehr Menschen sind auf der Flucht
Die Einwanderung von Menschen fremder Kulturen wird weitergehen und fordert uns aktuell stärker denn je heraus. Aufgrund von Terror, Krieg und Elend suchen immer mehr Menschen Zuflucht und ein würdiges Leben bei uns in der Schweiz und in Zürich. Es ist christliche Pflicht, diesen Menschen zu helfen, in welcher Form auch immer: durch Freiwilligenarbeit, finanzielle Hilfe oder humanitäre Grosszügigkeit. Aus dieser Verpflichtung heraus engagieren sich die katholische und reformierte Kirche im Bundesasylzentrum Juch in Zürich mit einem Seelsorgeangebot vor Ort, aber auch in der Härtefallkommission des Regierungsrates. Der Zürcher Souverän entscheidet am 14. Juni 2015 über das Weiterbestehen dieser Kommission. Sie trägt dazu bei, die humanitäre Tradition der Schweiz aufrechtzuerhalten bzw. ihre Glaubwürdigkeit zu stärken. Überdies hat die Körperschaft 2014 rund eine Viertel-Million Franken für Not- und Soforthilfeprojekte in Syrien, im Irak und für die von schweren Unwettern betroffenen Gebiete in Bosnien-Herzegowina zur Verfügung gestellt.

Einsatz für bedürftige und verletzte Menschen
Auf die Solidarität und den Einsatz der Katholischen Kirche im Kanton Zürich dürfen aber auch die bedürftigen und verletzten Glieder unserer Gesellschaft zählen. Das Unterstützen von Menschen in schwierigen Lebenssituationen geschieht auf vielfältige Weise – im Kleinen und Verborgenen an der Pfarrhaustüre, mit Nachbarschaftshilfe in den Pfarreien, aber auch öffentlich. So eröffnete beispielsweise Caritas mitten in Zürich unter demselben Dach einen Caritas-Markt, das KulturLegi-Büro und einen Secondhand-Laden. Gleichzeitig thematisiert das katholische Sozialwerk in der breiten Öffentlichkeit Armut, wachsende soziale Ungleichheit und kämpft für bezahlbaren Wohnraum. Mit Blick auf Kranke, Leidende und Sterbende hat die Spital- und Klinikseelsorge eine Palliative Care-Strategie entwickelt. Zudem beschloss die Synode die Errichtung einer Professur für Spiritual Care, welche im kommenden Studienjahr an der Theologischen Fakultät der Universität Zürich eingerichtet werden soll. Für soziale Projekte stehen aus der Zentralkasse für die Jahre 2013 bis 2017 insgesamt 1,5 Mio. Franken zur Verfügung. Wurden damit 2013 Projekte für den beruflichen Einstieg Jugendlicher und junger Erwachsener mit einem Handicap unterstützt, waren es im Berichtsjahr Einrichtungen im Bereich der Häuslichen Gewalt.

Der Jahresbericht 2014 (mit oder ohne ausführlichen Finanzteil) kann telefonisch oder per Mail bestellt werden: 044 266 12 12, synodalrat@zh.kath.ch

zuletzt verändert: 02.06.2015 08:27