Glockenfest Adliswil

ein würdiger Start in die Ferien
Glockenfest Adliswil

Foto: V. Schwizer

Der Festgottesdienst zu Beginn der Sommerferien in der katholischen Dreifaltigkeitspfarrei in Adliswil stand ganz im Zeichen der 25-jährigen Kirchenglocken. Am anschliessenden «Glockenfest» freuten sich über 200 Personen bei Spass, Spiel und Imbiss auf die bevorstehenden Ferien.

Bereits ein Vierteljahrhundert alt sind die fünf «neuen» Glocken, die im Kirchturm der Dreifaltigkeitspfarrei in Adliswil zu verschiedenen Anlässen ihr Geläut erklingen lassen. Im grossen Gottesdienst vor den Ferien erzählten verschiedene Personen vom damaligen Anlass: Eindrücklich sei die etappenweise Herreise zur katholischen Kirche gewesen. Man habe beispielsweise bei den Methodisten Halt gemacht, welche die neuen Boten des Glaubens mit Posaunen empfangen hätten. Bei den Reformierten ging es ums leibliche Wohl: Dort habe man die Gäste des Glockenkonvois mit einem Apéro begrüsst. Am Sonntagmorgen, dem 11. September 1988, wurden die fünf Glocken dann nach einer Ehrenwache über Nacht in den Kirchturm hinaufgezogen.

Glockenbotschaften und Sommerfest

Jugendliche der ersten Oberstufe informierten in der Feier originell über die verschiedenen Glocken: Die grösste und schwerste (2195 kg) ist der «Dreifaltigkeit» gewidmet. Aber auch die andern verkünden christliche Botschaften: «Jesus der gute Hirte» (1583kg), «Gottesmutter Maria» (1131 kg), «Niklaus von Flüe» (616 kg) und «Mutter Teresa» (348 kg) erfreuen bis heute mit ihren Glockenklängen. Zwei der drei früheren Glocken läuten nun in Kenia und in Polen. Die kleinste «Marienglocke» ist aber immer noch in der Pfarrei zu Hause: Sie steht beim Seiteneingang der Kirche und erinnert an ihre frühere Aufgabe.

Am anschliessenden grossen «Glockenfest» in der Pfarrei hatten Gross und Klein ihren Spass. Während die Erwachsenen plauderten, sich einen feinen Apéro genehmigten und der Drehorgelmusik zuhörten, übten sich die Kinder beim «Glockenfischen» oder Büchsenwerfen. Manche liessen sich mutig von der Kirche auf den Platz abseilen, freuten sich am Schminkstand oder am «Geistergang» im Keller und naschten Popcorn. Die 25-jährigen Glocken haben sich wohl gefreut, am Sommerfest so stimmig und würdevoll gefeiert zu werden.

(Text und Fotos: Viviane Schwizer)

zuletzt verändert: 23.10.2013 15:31