Geld, Schmerz und Trauer – Podium zum Lebensende

Darf man sich das Leben nehmen? Müssen wir Schmerzen ertragen? Bin ich als kranker und alter Mensch nutzlos?
Geld, Schmerz und Trauer – Podium zum Lebensende

Bischofsvikar Joseph Bonnemain berichtet aus seiner Praxis als Seelsorger und ehemaliger Arzt. Foto: Kerstin Lenz

Diese Fragen bewegen nicht nur Menschen am Lebensende, sondern auch ihre Familienangehörigen und Freunde. Oft lange bevor sie selbst direkt betroffen sind. „Es ist wichtig, sich diesen Fragen als einzelner wie auch als Gesellschaft zu stellen“, sagt Thomas Wallimann-Sasaki, Leiter des sozialethischen Instituts „ethik22“. Er ist einer der Teilnehmer der Podiums-Diskussion, die am 16. Februar (Beginn 15 Uhr) im Kirchgemeindehaus der Pfarrei St. Agatha stattfindet.

Medizin und Seelsorge gefragt

Aus seiner Erfahrung als Spitalseelsorger und Arzt berichtet auch Bischofsvikar Joseph Bonnemain an dieser Veranstaltung. Bonnemain: „Was die Leute am meisten beschäftigt, ist die Angst, Schmerzen ertragen und leiden zu müssen, nicht selten auch, dass sie ersticken.“ Dort seien aber die Spezialisten der Palliativ-Medizin gefragt, führt er weiter aus. „Als Seelsorger versuche ich bis zuletzt auf der Seite des Lebens zu stehen. Der Mensch möchte in der Regel nicht das Leben beenden, sondern wieder Vertrauen gewinnen, auch in Gott. Viele fragen sich: Was mache ich noch hier? Ich bin einsam, ich bin eingeschränkt. Ich bin eine Last für die Gesellschaft. Aber die Menschen müssen merken: Sie sind geborgen und wertvoll bis zuletzt.“

Podiumsdiskussion - Geld, Schmerz und Trauer

Freitag, 16. Februar, 15 Uhr im Pfarreizentrum St. Agatha, Bahnhofplatz 3, Dietikon

(keine Anmeldung nötig, Teilnahme kostenlos)

 

 

 

 

 

 

zuletzt verändert: 16.02.2018 08:22