Gegen Diskriminierung: Fackelzug zum Welt-Aids-Tag

Leben mit HIV ist heute Dank des medizinischen Fortschritts möglich. Noch immer kein Fortschritt ist beim Umgang mit HIV-betroffenen Menschen festzustellen. Im Gegenteil: Erfahrungen von Diskriminierung nehmen sogar wieder zu.
Gegen Diskriminierung: Fackelzug zum Welt-Aids-Tag

Umzug zum Welt-Aids-Tag 2017. Foto: Thomas Hediger

Für 2018 wurden 122 Fälle von Diskriminierung gemeldet, dies ist die höchste Zahl, seit diese Fälle von der Aids-Hilfe Schweiz erfasst werden. Die hiv-aidsseelsorge, ein Angebot der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, beschäftigt diese Thematik bereits seit Langem, sagt der Leiter Bruno Willi (im Bild unten):

"Der Verlust der Arbeitsstelle bei Betroffenen, wenn die HIV Infektion bekannt wird; Terminverweigerung bei Zahnarzt, wenn der Patient wahrheitsgetreu die Infektion dem Zahnarzt bekannt gibt, solche Themen sind bei der hiv-aidsseelsorge Alltag. Gemeinsam mit den Betroffenen werden Strategien entwickelt, wie solche Situationen (und weitere) beruflich und privat bewältigt werden können. " 

Die hiv-Aidsseelsorge setzt sich für Menschen ein, die sich gerade durch das Stigma von HIV und AIDS kaum mehr an die Öffentlichkeit getrauen, aus Furcht vor Ausgrenzung, die bereits im familiären Umfeld beginnt und zu einem sozialen Abstieg führen kann. 

An diesem Samstag, 1. Dezember, setzt die hiv-aidsseelsorge am Welt-Aids-Tag auch in der Zürcher Innenstadt ein öffentliches Zeichen. Das stimmungsvolle Programm beginnt um 16 Uhr in der Wasserkirche.

Wann/Wo: Wasserkirche Zürich, Beginn 16 Uhr, Tanz-Performance und Installation von Remo Jost, Lichtritual, Fackelumzug durch die Zürcher Innenstadt ab 18.15 Uhr, Informationen hier.

 

zuletzt verändert: 29.11.2018 16:01