Weihbischof Vollmar würdig gefeiert

Zur Feier des goldenen Priesterjubiläums von Weihbischof Paul Vollmar kamen zahlreiche Gäste in die Pfarrei Heilig Geist in Zürich-Höngg.
Weihbischof Vollmar würdig gefeiert

v.l.: Domherr Franz Stampfli, Weihbischof Peter Henrici, Jubilar Weihbischof Paul Vollmar, Generalvikar Josef Annen Foto: J. Schindler

Vor 50 Jahren erhielt der eremitierte Weihbischof Paul Vollmar seine Priesterweihe. Im Oktober feierte er auch seinen 80igsten Geburtstag. So war das Fest am letzten Oktober-Wochenende in Zürich Höngg mehr als gerechtfertigt.

In Glaube und Musik verbunden

Die Kirche war voll und die feierliche Messe wurde in einem grossen Kreis von ehemaligen und aktuellen Weggefährten und Würdenträgern gefeiert. Als Weggefährte im Generalvikariat hielt Domherr Franz Stampfli die Predigt zum Festtag. Dass Paul Vollmar als Weihbischof sein Hirtenamt als Dienst nah bei der Herde verstand, wurde bereits in der Anrede deutlich: „Lieber Bischof Paul“ – und zeigt sich, indem Vollmar trotz seiner 80 Jahre immer noch als Pfarradministrator die priesterlichen Dienste in der Pfarrei Höngg wahrnimmt. Das Fazit aus 50 Priestertum hatte Paul Vollmar kürzlich in einem Interview auf den Punkt gebracht: „Gottes Gegenwart entdecken und ernst nehmen.“ Dieses Zitat nahm der Prediger als Herausforderung und machte sich auf die Spurensuche. Einen sichtbaren Anhaltspunkt fand er in der Heilig-Geist-Kirche Höngg. Dass Gott beim Menschen einkehrt, diese Wahrheit war Paul Vollmar immer ein Anliegen. „So hast du dich dafür eingesetzt, dass die Gegenwart von Jesus Christus im Tabernakel in diesem Gotteshaus deutlicher sichtbar wurde als früher. Heute steht der Tabernakel im Zentrum des Chorraumes und die Aufschrift weist darauf hin, dass der Gott Jahwe eben einer ist, der mitten unter uns weilt.“ Über den Text des „Ave verum“, das zur Gabenbereitung gesungen wurde und die Verbindung zu verschiedenen biblischen Texten verdeutlichte Stampfli, dass die Verheissung des ewigen Lebens eine Einladung an alle ist: „Nicht nur du, Paul, sondern wir alle dürfen mutig vorwärts und gläubig aufwärts schauen“. Der Schlussgedanke galt dem goldenen Priesterjubiläum und der Feier des 80. Geburtstages. Domherr Franz Stampfli verdeutlichte, es seien nicht Vollmars Feste, sondern „die dankbare Erinnerung an Gottes Gegenwart im Leben eines Menschen, der uns sehr viel geschenkt hat als Christ, als Priester und als Bischof der Kirche unseres Herrn Jesus Christus.“

Mit der Gemeinde auf Tuchfühlung

Beim anschliessenden Apéro riche feierte die Gemeinde sowie geladene Gäste aus Politik und der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Alt Regierungsrat Markus Notter die anwesenden Gäste mit seiner launigen Ansprache zum Lachen. Er zollte dem Jubilar aber auch Respekt. Respekt für die Art und Weise, wie er sein Amt ausgeübt hat und so im Wortsinne zum glaubwürdigen Vertreter der Kirche im Kanton Zürich geworden ist.

Der ehemalige Regierungsrat Markus Notter überbrachte dem Jubilar seine Glückwünsche

Vielfältige Grussbotschaften

Beim gemeinsamen Mittagessen in der Residenz Brühl erhielt der Jubilar zahlreiche Würdigungen die, wie der Pfarreibeauftragte Andreas Beerli zusammenfasste, ein stimmiges Gesamtbild zum Wirken des Gefeierten ergaben. Benno Schnüriger brachte als Präsident die besten Wünsche aus dem Synodalrat, Bruno Graf gratulierte im Namen des Stadtverbands, und Synodenpräsident André Füglister vertrat mit seiner Ansprache das Kirchenparlament. Erinnerungen weckte Wegbegleiter Em. Weihbischof Peter Henrici mit Anekdoten, die zum Schmunzeln brachten. Generalvikar Josef Annen erzählte von einer Begebenheit mit Papst Johannes Paul II. Als dieser 1982 Einsiedeln besucht, fragte ihn eine junge Blauring-Leiterin, wie man Papst würde. „Man muss ein guter Mensch sein. Und ein gläubiger Christ. Und Priester“, antwortete dieser. Josef Annen dankte Paul Vollmar mit den Worten: „Du lebst uns den guten (Mit-)Menschen vor und bist daraus folgend ein guter Christ, Priester und Weihbischof. Danke für dein Vorbild!“ Damit sprach er wohl allen Anwesenden aus dem Herzen.

zuletzt verändert: 27.10.2014 12:05