Kirche und Prominenz gegen die Durchsetzungsinitiative

Gut einen Monat vor der Abstimmung am 28. Februar der Durchsetzungsinitiative wehren sich neben verschiedenen kirchlichen Amtsträgern auch Prominente gegen die SVP-Initiative.
Kirche und Prominenz gegen die Durchsetzungsinitiative

Kampagnenlogo der Initiative. Foto: zvg

Die Liste  der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Kampagnenseite www.dringender-aufruf.ch (seit Sonntag, 24. Januar online) ist schon recht lang und sehr prominent besetzt:

Neben den Bischöfen Markus Büchel und Felix Gmür haben Pater Martin Werlen sowie Abt Urban Federer unterzeichnet. Synodalratspräsident Benno Schnüriger und die Vizepräsidentin Franziska Driessen-Reding sind ebenfalls unter den Erstunterzeichnenden.

Inzwischen sind fast 10 000 Unterschriften zusammen gekommen. Die Schriftsteller Pedro Lenz und Adolf Muschg haben unterzeichnet, die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron  ebenfalls, auch Verlegerin Ellen Ringier ist dabei, genauso wie Clown Dimitri und der Rapper Knackeboul.

Das Komitee prangert an, die "Durchsetzungsinitiative" der SVP setze den Rechtsstaat, die Gewaltentrennung sowie Menschenrechte ausser Kraft. Initiant von Dringende Aufruf ist der ehemalige Chefredaktor des Schweizer Fernsehens, Peter Studer.

Das Komitee möchte innert kurzer Zeit 200 000 Franken sammeln, um «möglichst viele Plakate gegen die SVP-Initiative auszuhängen und die Stimmbürger wachzurütteln», wie es in der Medienmitteilung heisst. Mit diesem Geld soll eine eigene Plakatkampagne finanziert werden. 

zuletzt verändert: 10.02.2016 10:46