Der Wahrung der Schöpfung verpflichtet

Unter dem Titel „Energiestrategie 2050 und die Rolle der Kirchen“ bieten die Kirchen gemeinsam mit dem Verein oeku eine Tagung an. Zudem können sich Kirchgemeinden gezielt auf die Vergabe des Umweltzertifikats „Grüner Güggel“ vorbereiten.
Der Wahrung der Schöpfung verpflichtet

Foto: Flickr/zhref

Die für eine Energiewende ausgesprochenen Ziele der „Energiestrategie 2050“ sind ehrgeizig. Die Massnahmen der Politik betreffen hauptsächlich die Mobilität und Gebäude. Hier sind die Kirchen betroffen und sind zudem der Wahrung der Schöpfung verpflichtet. Am Freitag, 15. April 2016, führen die Reformierte Kirche des Kantons Zürich in Kooperation mit dem Verein oeku und der Katholischen Kirche im Kanton Zürich eine halbtägige Veranstaltung durch unter dem Titel "Energiestrategie 2050 und die Rolle der Kirchen". Die Veranstaltung nimmt die Kirchen ernst als Mitträger einer Strategie, die den Energieverbrauch markant senken und die Energieeffizienz steigern soll. Ein hochkarätiges Podium, darunter Nationalrätin und Naturwissenschaftlerin Kathy Ricklin, informiert die Vertreterinnen und Vertreter aus Kirchgemeinden, Verwaltung und Politik. Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr und endet um 17 Uhr. Anmeldung bitte an: brigitte.langhart@zh.ref.ch

(Ort: Reformierte Kirche, Hirschengraben 50, 8001 Zürich)

Auf dem Weg zum Zertifikat „Grüner Güggel“

Erstmals in der Schweiz bietet oeku Kirche und Umwelt den Lehrgang „Kirchliches Umweltmanagement“ an. An sechs Kurstagen können die zehn Schritte zum Umweltzertifikat „Grüner Güggel“ erlernt und anhand von praktischen Beispielen geübt werden. Der „Grüne Güggel“ hilft Kirchgemeinden bei der Optimierung ihres Ressourcenverbrauchs, spart Betriebskosten und wirkt langfristig und motivierend über die Gemeindegrenzen hinaus. Der Lehrgang vermittelt das nötige Werkzeug, um Kirchgemeinden zum Grünen Güggel zu führen. Der Start des Kurses ist für September 2016 geplant.

2015 sind die ersten Kirchgemeinden in der Schweiz mit dem Zertifikat „Grüner Güggel“ ausgezeichnet worden. Mit dem Umweltzertifikat darf sich eine Kirchgemeinde schmücken, wenn sie ein vorgegebenes 10-Punkte-Programm erarbeitet und dieses von einem Gutachter prüfen lässt. Ziel ist die Verbesserung der Umweltleistung der Kirchgemeinde, sei es beim Sparen von Energie, bei der Förderung der Vielfalt von einheimischen Pflanzen und Tieren, beim Einkauf von umweltgerechten Produkten oder bei der Abfalltrennung. Die Ziele und Massnahmen werden von einem Umweltteam vor Ort erarbeitet. Jede Kirchgemeinde legt die Schwerpunkte ihrer  entsprechend den eigenen Prioritäten und Möglichkeiten fest.

Dieser Artikel aus der Limmattaler Zeitung gibt weiter Auskunft.

Auch die Homepage oeku.ch bietet umfangreiches Informationsmaterial und Hintergrundwissen an. 

zuletzt verändert: 31.03.2016 16:52
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