Der Liebe ein Gesicht geben

«Mit dem Hund Gassi gehen», «Einen Nachmittag lang babysitten», «Mit einer betagten Person den Einkauf erledigen», «Einen Brief schreiben»: Rund 25 Angebote sind auf kleinen Papierherzen notiert und hängen in der Kirche an einem Baum. Wer nach einer helfenden Hand sucht, darf sich bei diesen Zeitgutscheinen bedienen und sich bei der Kontaktperson melden.
Der Liebe ein Gesicht geben

Lebensbaum in Affoltern. FOTO: Viviane Schwizer

«Der Liebe ein Gesicht geben» heisst das Jahresmotto der Pfarrei St. Josef und St. Antonius Affoltern mit ihren fünf dazugehörigen Gemeinden. Neben anderen Aktivitäten und Anlässen, die zum Jahresthema durchgeführt werden, stehen in den beiden Kirchen in Obfelden und Affoltern zwei Bäume für Zeitgutscheine. Das ganze Kirchenjahr über können Pfarreiangehörige selber konkrete Angebote machen und an einem der Bäume aufhängen.

Der geschmückte Ficus Benjamini neben dem Altar erinnert an einen Weihnachtsbaum und ist doch keiner. Linda Cantero, Pastoralassistentin in der Pfarrei St. Josef, spricht von einem Lebensbaum. «Die angebotenen Dienstleistungen sollen unser Jahresthema 'Der Liebe ein Gesicht geben' konkret werden lassen». Zu Taten möchte das Pfarreiteam, das diese Idee an der letzten Retraite ausgewählt hatte, anregen, so dass auch neue Kontakte unter den Pfarreimitgliedern entstehen können, die eventuell gemeinsame Interessen haben. Auch die Katechetinnen beteiligen sich mit den Kindern an der Aktion. Darum hängen einige Angebote von Fünftklässlern am Lebensbaum in der Kirche. Über den Erfolg der sozialen Aktion kann die Pastoralassistentin im Moment noch nichts aussagen. Wichtig ist ihr, dass diese auch in den Gottesdiensten und in den Vereinen propagiert wird, um Früchte zu tragen.

Offene Pfarrei

Die Pfarrei St. Josef Affoltern, zu der die Gemeinden Affoltern, Obfelden, Hedingen, Ottenbach und Aeugst gehören, ist laut Cantero auch an der übergemeindlichen Zusammenarbeit mit der reformierten Schwesterngemeinde interessiert. Man arbeite vor allem in der Diakonie und in der Erwachsenenbildung eng zusammen, sagt die Pastoralassistentin. Dieses Jahr finden in Zusammenarbeit mit der reformierten Gemeinde drei Veranstaltungen zum Thema «Sterben und Tod» statt. Auch auf die Darstellung der biblischen Osterszenen «Bewegte Ostern» im Pfarreizentrum und in der Kirche, die während dreier Wochen gezeigt werden wird, freut sich Linda Cantero. Typisch für die Pfarrei sei zudem die offene und basisnahe Haltung, die, so vermutet sie, auch bedingt sei durch die verschiedenen Nationen, die im Pfarreiteam vertreten sind. Gemeindeleiter Pedro Guerrero stammt aus Venezuela. Weiter im Seelsorgeteam sind Mitarbeitende aus Italien, Ghana, Deutschland und der Schweiz mit spanischen Wurzeln vertreten.

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Viviane Schwizer

zuletzt verändert: 03.03.2015 15:48