Der Blasiussegen: beliebtes Segens- und Lichtritual

Weit verbreitet und gut besucht sind in diesen Tagen Gottesdienste, in denen der Blasiussegen gespendet wird.
Der Blasiussegen: beliebtes Segens- und Lichtritual

Foto: Pfarreiforum

Der Segen wird auf Höhe des Halses mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen erteilt. „Auf die Fürsprache des heiligen Blasius gewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.“ Eine andere Segensformel lautet auch: „Der allmächtige Gott schenke dir Gesundheit und Heil. Er segne dich auf die Fürsprache des heiligen Blasius durch Christus, unsern Herrn.“

Die Segensformeln und die Symbolik des Lichtes verweisen darauf, dass in Jesus Christus Heil, Gesundheit und Leben ist.

Der Blasiusssegen gehört zu den beliebtesten Segensritualen während dem Jahr. Doch: Wer war Blasius? Die Legende erzählt, dass er Arzt in seiner Heimatstadt Sebaste in Armenien war und zum Bischof geweiht wurde. In der Zeit der Christenverfolgung wurde er ins Gefängnis geworfen, wo er einen Jungen rettete, der an einer im Hals steckengebliebenen Fischgräte zu ersticken drohte. Vermutlich um das Jahr 316 erlitt er den Märtyrertod. Bereits seit dem 6. Jahrhundert ist im Osten die Verehrung des Heiligen Blasius bezeugt. Etwa drei Jahrhunderte später hatte er auch im Westen seinen festen Platz gefunden. Er gilt – wen wunderts – als Patron der Hals-Nasen-Ohrenärzte und soll bei Halsleiden, Husten und Kehlkopfkrankheiten helfen.

Was wenige wissen: Der heilige Blasius hat tatsächlich einen Bezug zur Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Um das Jahr 855 kamen die Reliquien des Heiligen Blasius ins Kloster Rheinau, von wo sie später nach St. Blasien im Schwarzwald übertragen wurden.

http://www.bistum-eichstaett.de/video/detail/news/der-blasiussegen/

 

Wer die ausführliche Legende des Heiligen Blasius lesen möchte, findet diese im ökumenischen Heiligenlexikon unter www.heiligenlexikon.de/BiographienB/Blasius.htm

zuletzt verändert: 03.02.2017 16:20