Chance Kirchenberufe: neu mit Schnuppertagen

Die Kampagne «Chance Kirchenberufe» macht mit Schnupperangeboten auf die Vielfalt der kirchlichen Berufswelt neugierig.
Chance Kirchenberufe: neu mit Schnuppertagen

Tatjana Disteli wirbt für ihren Beruf Spitalseelsorgerin. Foto: zvg

Die katholische Kirche geht neue Wege: Interessierte können im Rahmen von Schnupperangeboten herausfinden, ob für sie zum Beispiel eine Tätigkeit als Seelsorgerin, als Pastoralassistent, als Religionspädagogin oder als Priester in Frage kommt. Zum Start des neuen Kampagnenschwerpunkts stellten die Dekane der Theologischen Fakultäten an einer Medienkonferenz in Zürich ihr vielfältiges Bildungsangebot vor. «Die Schnupperangebote richten sich insbesondere an erfahrene Berufsleute, die nach neuen Perspektiven suchen», erklärte Kampagnenleiter und Bischofsvikar Ruedi Heim. Begleitend vermittelt ab Mitte Mai eine weitere Porträt-Serie in öffentlichen Verkehrsmitteln die Faszination der kirchlichen Berufe einem breiten Publikum. Aus dem Kanton Zürich sind diesmal Gregor Sodies, Pastoralassistent in Winterthur-Wülflingen, und Tatjana Disteli, Seelsorgerin am Triemli-Spital, Gesichter der Kampagne.

Chancen für Quereinsteigende - auch an den Universitäten

Wer auf den Geschmack kommt und sich für den Einstieg in die Welt der Kirchenberufe entscheidet, kann auf das breitgefächerte Bildungsangebot der Theologischen Fakultäten in Chur, Freiburg und Luzern bauen. Diese bieten nicht nur vielen jungen Studenten eine qualitativ hochstehende akademische Ausbildung in verschiedenen theologischen Disziplinen. Mit innovativen Angeboten sorgen sie zudem dafür, dass der Weg zum Kirchenberuf auch für erfahrene Berufsleute offensteht.

Mit dem im Herbst 2013 eingeführten theologischen Fernstudiengang zeigt Luzern auch, wie die Anpassung an die sich ändernden Berufs- und Bildungsbedürfnisse in der Praxis gelingen kann: Über 30 Neustudierende nutzen dieses im deutschsprachigen Raum einmalige Angebot zum berufsbegleitenden Theologiestudium. Laut Eva-Maria Faber, Professorin und Rektorin an der Theologischen Hochschule Chur, spielt bei vielen Quereinsteigenden die Unzufriedenheit mit dem bisherigen Beruf eine entscheidende Rolle: «Einige entscheiden sich aus dezidiert ethischen Gründen für ein Theologiestudium, wünschen sich vor allem einen Beruf, der mit Menschen zu tun hat und in dem man sich für den Glauben engagieren kann.»

Die Kampagne mit den Ziel, die vielfältigen kirchlichen Berufe bekannter zu machen, wird auch von der Katholischen Kirche im Kanton Zürich finanziell unterstützt.

www.chance-kirchenberufe.ch

zuletzt verändert: 15.05.2014 11:29