Bezahlbarer Wohnraum für benachteiligte Familien

Mit der Unterstützung durch die Katholische Kirche im Kanton Zürich kann die gemeinnützige Stiftung Domicil während zwei Jahren gut 100 benachteiligten Familien bezahlbaren Wohnraum vermitteln. Mit Hilfe von Domicil fanden 2014 162 Erwachsene und 169 Kinder aus 35 Nationen ein günstiges Zuhause. 14 Familien leben in der Wohnbaugenossenschaft mehralswohnen, die sich auf dem Hunzikerareal in Zürich einem wegweisenden Nachhaltigkeitskonzept verschrieben hat.
Bezahlbarer Wohnraum für benachteiligte Familien

Domicil vermittelt Wohnraum auch an Flüchtlinge: Die Eritreerin S. Haile mit ihren Kindern Noa und Kumel auf dem Hunzikerareal in Zürich. Foto: Aschi Rutz

Die Stiftung Domicil unterstützt seit über 20 Jahren wirtschaftlich und sozial benachteiligte Menschen bei der Wohnungssuche. In dieser Zeit hat sie über 1‘700 bezahlbare Wohnungen an Menschen, insbesondere an Working Poor-Familien vermittelt, die auf dem freien Wohnungsmarkt chancenlos sind. Wie Annalis Dürr, Geschäftsleiterin Domicil, am Mediengespräch ausführte, haftet Domicil solidarisch für Mietzins und Mietdepot und ist Anlaufstelle für die Vermietenden und die Mietenden. Dies sei aber nur dank grosszügigen Geldgebern und Wohnungsvermietenden, treuen Mitgliedern, Spenderinnen und Spendern möglich.

Nachhaltiges Wohnprojekt mehralswohnen

Domicil bietet aktuell 14 Familien günstigen Wohnraum in der Baugenossenschaft mehralswohnen, die auf dem Hunzikerareal rund 370 Wohnungen für 1‘300 Personen erstellt hat. Dieses seit Sommer 2015 eröffnete nachhaltige Wohnprojekt der Stadt Zürich und der Zürcher Wohnbaugenossenschaften biete qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraum, führte Baugenossenschaftspräsident Peter Schmid aus. Zudem sei das Wohnprojekt der 2000-Watt-Gesellschaft verpflichtet, setze auf energieeffiziente Technologien, das Recycling von Wertstoffen und halte die genossenschaftliche Solidarität und die Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner hoch.

1.5 Mio. für sozial-diakonische Projekte

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich hat 2015 drei Institutionen – die Stiftung Domicil sowie die beiden Vereine «Entlastungsdienst Kanton Zürich» und «Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht» – mit je 100‘000 Franken finanziell unterstützt. Der Verein «Entlastungsdienst Kanton Zürich» entlastet betreuende Angehörige von Menschen mit Beeinträchtigungen, während der Verein «Unabhängige Fachstelle für Sozialhilferecht» (UFS) Armutsbetroffene in rechtlichen und sozialen Fragen berät. Synodalrätin Ruth Thalmann am Mediengespräch: «Während fünf Jahren (2013-2017) stehen uns jährlich 300‘000 Franken für jeweils drei Projekte zur Verfügung. Anlass für diese Beiträge ist das 50-Jahr-Jubiläum der Römisch-katholischen Körperschaft des Kantons Zürich im Jahr 2013. Als Dank an die Zürcher Bevölkerung und den Staat für die 1963 erfolgte öffentlich-rechtliche Anerkennung sprach die Synode insgesamt 1,5 Millionen Franken für sozial-diakonische Projekte. Projekte von Institutionen und Organisationen, die mit der Katholischen Kirche im Kanton Zürich nicht institutionell verbunden sind oder von ihr regelmässig finanziell unterstützt werden.»

 www.domicilwohnen.ch                                             www.mehralswohnen.ch

zuletzt verändert: 01.10.2015 15:37