Erinnerungen an die Bäuerinnenschule

"Beruf Bäuerin" heisst das Buch, das am Samstag im Kloster Fahr vorgestellt wird.

Zwar hat die Bäuerinnenschule im Kloster Fahr im letzten Sommer ihre Tore nach 69 Jahren schliessen müssen, aber sie bleibt im Gespräch: Im neuen Buch "Beruf Bäuerin" von Susann Bosshard-Kälin werden 13 ehemalige Schülerinnen portraitiert. Vernissage ist am kommenden Sonntag (am 29. März) im Kloster Fahr.
Angeregt wurde das neue Buch "Beruf Bäuerin" von Priorin Irene Gassmann, die sich für die Nonnen im Kloster Fahr aber auch für die Ehemaligen ein "Erinnerungsbuch" wünschte. Die Idee fiel auf fruchtbaren Boden und konnte im "Internationalen UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe 2014" dank der Unterstützung der Organisation "familyfarming" realisiert werden. Geschrieben hat es Susann Bosshard-Kälin, die 1983 ebenfalls die Schule besuchte. Sie selber ist zwar nicht aktive Bäuerin  geworden, will aber mit dem Buch "den Schweizer Bäuerinnen eine Stimme geben, für sie quasi den Roten Teppich ausrollen".

Spannende Portraits
Im Buch sind 13 ehemalige Schülerinnen porträtiert, die im Kloster Fahr die Bäuerinnenausbildung absolviert haben und jetzt in verschiedenen Funktionen auf ihrem Hof als Bäuerinnen tätig sind. 12 leben in der Schweiz, eine in Australien. Es sind junge Bäuerinnen dabei, die sich selbst eine Karriere erarbeitet haben, Geschiedene, die nicht nur ihren Beruf, sondern auch ihr Heim aufgeben mussten, Pensionierte, die nach Jahrzehnten auf dem Hof in eine Seniorenresidenz gezogen sind. Sie geben Einblick in die nicht immer einfachen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse von Schweizer Bäuerinnen, erzählen vom Leben auf dem Hof, der heutigen Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau, von erfüllten und nicht erfüllbaren Träumen. Allen gemeinsam ist ein gerüttelt Mass an Arbeit auf dem Hof, im Haushalt, in der Familie, mit den Kindern und fast immer mit vielen weiteren Zusatzaufgaben.

Öffentliche Vernissage des Buches "Beruf Bäuerin" im Kloster Fahr, Riegelhaus am Samstag, 29. März 2014, 15.

Weiteres zum Buch auf www.hierundjetzt.ch

Text: Viviane Schwizer

zuletzt verändert: 01.04.2014 15:17
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