Migrantenseelsorger mit babylonischem Sprachgewirr

Die Heimatländer der Migrantenseelsorger der Katholischen Kirche im Kanton Zürich sind rund um den Globus verteilt.
Migrantenseelsorger mit babylonischem Sprachgewirr

Gruppenfoto mit Synodalrätin Franziska Driessen (links im roten Mantel. Foto: Arnold Landtwing

Wenn sie sich zu einer Tagung treffen, herrscht zwar ein babylonisches Sprachgewirr: Sie sprechen Albanisch, Chinesisch, Englisch, Eritreisch-äthiopisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Kroatisch, Philippinisch, Polnisch, Portugiesisch, Slowakisch, Slowenisch, Spanisch, Syro-Malabarisch (Malayalam), Tamilisch, Tschechisch, Ukrainisch, Ungarisch und Vietnamesisch. Ihre Aufgabe aber verbindet sie - sie verschaffen den Katholikinnen und Katholiken aus aller Herren Länder in den Migrantenseelsorgen eine Heimat im Glauben.

Am Freitag, 21. Januar, waren die Migrantenseelsorger aus den 21 verschiedenen Missionen zur Jahrestagung eingeladen. Der gemeinsame Gottesdienst zum Beginn und Deutsch als Umgangssprache an der Tagung bildeten eine verbindende Grundlage.

An der Tagung stellte Katechetin Sonja Bischofberger zusammen mit dem Diakon und Pfarreibeauftragten der Pfarrei Glattbrugg, Thomas Lichtleitner-Meier, das Konzept des Versöhnungsweges als Vorbereitung auf die Beichte vor.

Treffen Migrantenseelsorger Plenum

Mit einer Vertrauensperson legen die Kinder einen kreativ gestalteten Weg zurück, auf dem sie sich Gedanken machen zu den verschiedenen Lebensbereichen wie Familie, Schule und Freizeit, Schöpfung und Glauben. Am Schluss des Weges steht ein persönliches Gespräch mit einem Seelsorger. Viele der Migrantenseelsorger lernten dieses Konzept der Hinführung zum Beichtsakrament erstmals kennen und waren ob der Kreativität und den persönlich wie spirituell gehaltvoll gestalteten Stationen beeindruckt.

Das Interesse zeigte, dass es der Tagung gelungen ist, diesen Impuls des Versöhnungsweges den Verantwortlichen mitzugeben.

Treffen Migrantenseelsorger

 

 

 

 

 

Klare Worte gegen die Durchsetzungsinitiative fand die Vizepräsidentin des Synodalrates, Franziska Driessen-Reding. Sie erläuterte, welche drastischen Konsequenzen für die Migranten eine Annahme hätte und motivierte, sich für ein Nein einzusetzen. Im Rahmen der Veranstaltung hat auch Generalvikar Josef Annen daran erinnert: „Als Christen müssen wir unsere Stimme gegen diese Initiative erheben, denn sie missachtet Grundrechte der Menschen!“

Die Übersicht aller Migrantenseelsorgen finden Sie hier

 

Fotos und Text: Arnold Landtwing

zuletzt verändert: 25.01.2016 16:12