Mit Buch und Bildern aus der Armut

Tiefstes Elend gibt es auch in der Schweiz – das hat Nelly Schenker am eigenen Leib erfahren. Sie lernte erst als Erwachsene lesen und schreiben, ihre Lebenserinnerungen veröffentlichte die von Armut betroffene Frau 2014.
Mit Buch und Bildern aus der Armut

Nelly Schenker vor einem ihrer Bilder: Die Malerei eröffnet ihr neue Perspektiven. (Foto: Thomas Brunnschweiler)

In der Pfarrei St. Felix und Regula (Hirzelstrasse 18, Zürich) stellt Nelly Schenker nun ihre Bilder aus. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag (23. März, 19 Uhr) mit einer Lesung „Gemeinsame Wege aus der Armut“ im Dialog mit Eugen Brand von der Bewegung ATD Vierte Welt. Nelly Schenker, die als Malerin und Autorin in Basel lebt, konnte mit Hilfe der Bewegung ATD ihre Armut überwinden. Nelly Schenker: „Das Einzige, was uns Betroffenen hilft, ist ein Ort mit anderen Menschen, wo wir uns spüren können, dass wir auch Menschen sind und wo wir wahrgenommen werden. Ein wichtiges Beispiel ist die Bewegung ATD Vierte Welt, wo man nicht für uns etwas macht, sondern mit uns.“

Die Bewegung ATD Vierte Welt hat Nelly Schenker beim Verfassen ihrer Lebenserinnerungen als Armutsbetroffene unterstützt, das Buch „Es langs, langs Warteli für es goldigs Nüteli“ erschien 2014. In diesem Jahr nun feiert die Bewegung ATD ihr 50jähriges Bestehen. Seit Gründung setzt sich der Verein dafür ein, dass Armut in der reichten Schweiz sichtbar gemacht wird und dass Armutsbetroffene mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützt werden.

Alle Informationen zur Veranstaltung im Cafe Felix und Regula hier

zuletzt verändert: 21.03.2017 17:07