«Amoris Laetitia» beschäftigt Migrantenseelsorger

«Wer nicht unterscheidet, scheitert in der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen in komplexen partnerschaftlichen Situationen» lautete das Fazit von Offizial Joseph Bonnemain in seinem Vortrag zu «Amoris Laetitia». Am Jahrestreffen der Migrantenseelsorger wurde auch der Einsatz des Bischöflichen Beauftragen Luis Capilla verdankt, der im Sommer in Pension geht.
«Amoris Laetitia» beschäftigt Migrantenseelsorger

«Amoris Laetitia» beschäftigt Migrantenseelsorger beim Jahrestreffen. FOTO: Arnold Landtwing

«Die einen sagen: Mit «Amoris Laetitia» bleibt alles wie bisher – die anderen sagen: Jetzt wird alles ganz anders» brachte Offizial Joseph Bonnemain in seinem Vortrag beim Jahrestreffen die divergierende Einschätzung der Enzyklika «Amoris Laetitia» auf den Punkt.

«Wer nicht unterscheidet, scheitert»: Offizial Joseph Bonnemain zu «Amoris Laetitia» FOTO: Arnold Landtwing

In seinen Ausführungen analysierte er auch den Brief von Papst Franziskus an die Argentinischen Bischöfe, in dem dieser von einer «Nahkampf-Pastoral» (cuerpo a cuerpo) schreibt. Bonnemain plädierte auch mit Blick auf das Kirchenrecht für eine differenzierte Begleitung seitens der Seelsorger von Menschen in komplexen partnerschaftlichen Situationen. Gefordert seien Begleiten, Unterscheiden und Integrieren – und vor allem im Hinblick auf das Unterscheiden gebe es für die Seelsorger noch viel zu tun.

Verdankung  für die Arbeit im Dienst der Migrantenseelsorge

Luis Capilla geht als Bischöflicher Beauftragter für Migrantenseelsorge im Sommer mit Erreichen des 75. Geburtstages in Pension. Weil er das letzte Mal an einem Jahrestreffen mit allen 21 Migrantenseelsorgen dabei war, wurde in diesem Kreis sein langjähriges und erfolgreiches Wirken verdankt.

Verdankung Bischöflicher Beauftragter für Migrantenpastoral, Luis Capilla. FOTO: Arnold Landtwing

Verdankten den langjährigen Einsatz des Bischöflichen Beauftragten für Migrantenseelsorge, Msgr. Luis Capilla: «migratio»-Direktor Patrick Renz, Artur Czastkiewicz, Generalvikar Josef Annen, Luis Capilla, Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding, Synodalrat Luis Varandas und Bereichsleiter Stephan Schwitter (v.l.n.r.)

Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding anerkannte, dass Luis Capilla in seinem Denken den Entwicklungen immer einen Schritt voraus war und der Direktor von «migratio», Patrick Renz, bewunderte sein hartnäckiges Durchhaltevermögen.

Fotobuch der 21 Migrantenseelsorgen als Dank. FOTO: Arnold Landtwing

Als ein Zeichen von Dankbarkeit und der Wertschätzung für seinen Einsatz schenkten alle 21 Migrantenseelsorgen Luis Capilla ein Fotobuch mit gemeinsamen Momenten und Feiern.

zuletzt verändert: 28.01.2019 12:46