1 Million Franken für Klosterkirche Disentis

An ihrer Sitzung vom 18. Juni hat die Synode dem von der Exekutive beantragten Beitrag von 300‘000 Franken an die Renovation der Klosterkirche St. Martin in Disentis zugestimmt. Zusammen mit den Beiträgen des Stadtverbandes (600‘000 Franken) und des Verbandes der Pfarrkirchenstiftungen der Stadt Zürich (100‘000 Franken) überweist Katholisch Zürich insgesamt 1 Mio. Franken an die Benediktinerabtei.
1 Million Franken für Klosterkirche Disentis

Abt Vigelin flankiert von Dekan René Berchtold (links) und Generalvikar Josef Annen (rechts). Foto: Aschi Rutz

Die Vorlage war unbestritten, lediglich über die Höhe des Beitrags gingen die Meinungen auseinander. Nach einer fast einstündigen Diskussion bedankte sich der aus Disentis angereiste Abt Vigelin Monn für die grosszügige Spende der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Es sei der Klostergemeinschaft nicht möglich, die finanziellen Mittel – gesamthaft rund 15 Mio. Franken – für die umfassende Restaurierung der Klosterkirche vollständig aus eigenen Kräften aufzubringen.

Positiver Rechnungsabschluss 2014

Die Synode genehmigte die Jahresrechnung 2014 der Zentralkasse ohne Gegenstimme. Die Rechnung schliesst bei einem Ertrag von 57,4 Mio. Franken und einem Aufwand von 55,3 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 2,1 Mio. Franken ab. Dieser wird dem Eigenkapital gutgeschrieben, das sich per Ende 2014 auf 42,6 Mio. Franken erhöht. Synodalrat Franz Germann, Ressortverantwortlicher Finanzen, kündigte den Synodalen an, dass die Exekutive mit Blick auf den sehr guten Rechnungsabschluss dem Parlament die Unterstützung humanitärer und sozialer Projekte beantragen wird. Auf den Ausgleich einer Teuerung für das Jahr 2016 verzichtet die Körperschaft aufgrund der konjunkturellen Lage.

«Es geht um Kooperation, wo die einen von den anderen lernen.»

Der Bericht des Synodalrats zum Zusammenleben der Migrantinnen und Migranten sowie zu den Richtzielen der Seelsorge wurde von den Synodalen ohne Gegenstimme entgegen genommen. Allseits wurde bekräftigt, wie wichtig der Dienst der Migrantenseelsorge der Katholische Kirche im Kanton Zürich mit 100 Mitarbeitenden an den anderssprachigen Mitchristen ist. Die Körperschaft liess sich diesen Dienst für einen Drittel der insgesamt 390‘000 katholischen Mitglieder 2014 knapp 8 Millionen Franken kosten. Die vorberatende Kommission Seelsorge appellierte in ihrem Bericht, dass es den Willen aller brauche zur gegenseitigen Öffnung. Erst dann sei eine Zusammenarbeit in den Kirchgemeinden ohne Zwang möglich. Generalvikar Josef Annen formulierte es in seiner Stellungnahme so: «Weder Assimilation noch Eigenleben haben Zukunft. Es geht um Kooperation, wo die einen von den anderen lernen.»

 

 

zuletzt verändert: 19.06.2015 14:04