„Macht so weiter.....

....grosszügig und selbstvergessen.“
„Macht so weiter.....

Hauptzelebrant Generalvikar Josef Annen mit den Weihbischöfen Paul Vollmar (l.) und Peter Henrici. Foto: Undknup

Mit einem Festgottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul feierte die Katholische Kirche im Kanton Zürich dankbar 50 Jahre Anerkennung als Körperschaft. In der voll besetzten Mutterkirche der Stadt Zürich überbrachten Regierungsrat Martin Graf und kirchliche Würdenträger Grussbotschaften zum Jubiläum. Weihbischof Peter Henrici würdigte in seiner Predigt insbesondere das seit 1963 im Kanton Zürich bewährte Verhältnis zwischen den Kirchen und dem Staat zum Wohle der Menschen.

In seiner Begrüssungsrede blickte Synodalratspräsident Benno Schnüriger hoffnungsvoll in die Zukunft: „Schaffen wir mit dem Geschenk, das wir vor 50 Jahren erhalten haben, immer wieder Neues, Besseres, damit für alle Menschen im Kanton Zürich und darüber hinaus das Reich Gottes etwas näher kommt.“ Es sei viel Gutes entstanden seit 1963, meinte Josef Annen als Hauptzelebrant des Gottesdienstes. „Soviel Gutes, dass wir die öffentlich-rechtliche Anerkennung nicht aufgeben wollen. ... Als Generalvikar stehe ich voll und ganz hinter der heutigen Zusammenarbeit von Staat und Kirche, hinter der Zusammenarbeit von Kirchgemeinden und Pfarreien.“ Dieses Miteinander setze aber den Respekt und guten Willen aller voraus.

Der Vorsteher der Direktion der Justiz und des Innern, Regierungsrat Martin Graf,

gratulierte im Namen der Zürcher Regierung zum 50-jährigen Jubiläum. Sein herzlicher Dank galt dem eindrücklichen Engagement der katholischen Kirche im Dienste der Gesellschaft. „Im Lichte des Erreichten sind die letzten 50 Jahre für die Römisch-katholische Körperschaft des Kantons Zürich eine echte Erfolgsgeschichte. Nicht nur für das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaft, sondern darüber hinaus für das friedliche und spannungsfreie Zusammenleben im Kanton.“

 

Dieses Miteinander habe sich bestens bewährt, bestätigte in seiner Predigt auch Weihbischof Peter Henrici. Die öffentlich-rechtliche Anerkennung habe viele Kräfte mobilisiert und der Seelsorge eine breitere Basis gegeben. „Aus meiner Erfahrung als Generalvikar weiss ich, dass mit den Privilegien der Anerkennung sehr viel Gutes getan wurde und noch immer getan wird – vor allem für jene, die besondere Hilfe brauchen.“ Die staatskirchenrechtlichen Organe seien sozusagen der diakonische Arm der Kirche. Da die Diakonie im zürcherischen Pastoralplan als wichtigste Aufgabe aufgeführt sei, könne er nur sagen: „Gut so, macht so weiter, grosszügig und selbstvergessen.“

Kirchenratspräsident Michel Müller sprach in seinem Grusswort dankbar von vielen gemeinsamen Projekten der beiden grossen Kirchen, von Meilensteinen der ökumenischen Verständigung und von der bewährten Partnerschaft zwischen Kirchen und Staat. „Unsere öffentliche Anerkennung ist ein Beitrag zum konfessionellen Frieden im Kanton. Tragen wir Sorge dazu aus der Erfahrung, dass gerade Religion ein Beitrag zum Frieden und Wohlstand eines Landes sein kann, wie das bisher bei uns hier war.“

Grussbotschaften überbrachten auch Urs Stolz, Präsident der christkatholischen Kirchgemeinde Zürich, Pfr. Miroslav Smijonovic der serbisch-orthodoxen Kirchgemeinde Zürich und die Israelitische Cultusgemeinde Zürich. Alle strichen dabei die gute Zusammenarbeit und den gegenseitigen Respekt heraus.

In den von Synodalen vorgetragenen Fürbitten wurde aufgrund der politischen Lage im Nahen Osten insbesondere den kriegsgeplagten Menschen in Syrien gedacht und für sie gebetet. Das Kirchenopfer ging an den Flüchtlingsdienst der Jesuiten, der mit verschiedenen Projekten vor Ort in Syrien Nothilfe leistet.

zuletzt verändert: 08.09.2013 18:42
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