Synodalrat unterstützt Projekt «1816 - Jahr ohne Sommer»

Der Sommer 2016 steht im Zürcher Oberland ganz im Zeichen des Jahres 1816, das als Jahr ohne Sommer gilt. Eine Ausstellung sowie verschiedenen Anlässe erinnern an die Hungerkrise in der Deutschschweiz vor 200 Jahren.
Synodalrat unterstützt Projekt «1816 - Jahr ohne Sommer»

Dieses Bild malte ein unbekannter Künstler um 1816. Es zeigt Menschen, die zusammen mit dem Vieh grasten, weil sie nichts anderes mehr zu essen hatten. Quelle: Toggenburger Museum, Lichtensteig.

Der Verein "Projekt 1816" eröffnet am 1. Juni die Ausstellung "Schneesommer und Heisshunger" im Ritterhaus Bubikon. Sie vermittelt Bevölkerung auf packende und leicht verständliche Weise das neueste Wissen über Ursachen und Ausmass der Hungerkrise vor 200 Jahren: Warum gab es vor 200 Jahren eine Hungerkrise? Wie wirkte sie sich auf die Menschen aus? Welche Rolle spielte dabei der Ausbruch des Vulkans Tambora? Welche Folgen hätte ein solcher Vulkanausbruch heute?

Jeden Mittwoch gibt es zudem öffentliche Gespräche „Zwischen 1816 und 2016“ mit wissenschaftlichen Referaten zu z.B. Klimakatastrophen, den Umgang mit Krisen oder aber „Eine Welt ohne Hunger?“. Auch ein Musiktheater wird im Rahmen von „1816 – Das Jahr ohne Sommer“ im Ritterhaus Bubikon zur Aufführung gebracht.

 

Alle Information und Angebote hier.

Der Sommer 1816 und die Folgen

Im Jahr 1816 war der Sommer nass und kalt, eine Missernte folgte. Sie brachte Not, Krankheit und Tod. Die Menschen damals glaubten, die Erfindung es Blitzableiters habe den natürlichen Wärmefluss der Erde gestört. Mitverantwortlich war – so erkannte man rund 100 Jahre später – der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora, der riesige Mengen Gase in die Atmosphäre transportierte.

Das in Vergessenheit geratene folgenschwere Geschichtskapitel soll auch zum festen Schulstoff im Zürcher Oberland werden, findet der Verein „Projekt 1816“, der Unterrichtsmaterialien zu der Hungerkatastrophe erarbeiten liess. Der Anlass dient zudem der Vernetzung in der Region, Kirchgemeinden und Pfarreien sind ebenfalls involviert. Auch Spendenanlässe wird es geben, ein Projekt in Guatemala von Fastenopfer und Brot für alle erhält die gesammelten Gelder.

Der Synodalrat hat den Verein „Projekt 1816“ mit 5000 Franken  unterstützt.

Auch die NZZ berichtet gross. 

zuletzt verändert: 01.06.2016 14:35