Synode setzt deutliches Zeichen gegen Gewalt

Das katholische Parlament unterstützt Opfer von Frauenhandel und von kriegerischer Gewalt in Jemen und Syrien. Weiter bewilligte die Synode einen substantiellen Beitrag an den ökumenischen Verein «Paarberatung & Mediation»
Synode setzt deutliches Zeichen gegen Gewalt

Das katholische Parlament im Zürcher Rathaus an der Sitzung vom 6. Dezember. Foto: Simon Spengler

Erfreuliches Budget 2019

Angesichts der erfreulichen Finanzlage genehmigten die Synodalen nach nur kurzer Debatte das Budget 2019 der Zentralkasse der katholischen Körperschaft. Dieses sieht mit 62,1 Millionen Franken Einnahmen und 60,5 Millionen Franken Ausgaben einen Ertragsüberschuss von 1,6 Millionen Franken vor und weicht vom beantragten Voranschlag für das kommende Jahr lediglich um 100‘000 Franken ab.

Nothilfe für Jemen und Syrien sowie gegen Menschenhandel

Diese von der Sachkommission Seelsorge zusätzlich beantragte zusätzliche Ausgabe soll als Nothilfe für Menschen in den von Krieg, Hunger und Flucht heimgesuchten Ländern Jemen und Syrien zugutekommen. Dieser Antrag wurde von der Finanzkommission FK explizit unterstützt, ebenso der im Budget neu eingestellte Betrag von 150‘000 Franken für das Projekt «Opfer von Menschenhandel» der Fachstelle für Frauenhandel und Frauenmigration FIZ. Im Bericht der FK steht dazu: «Die Finanzkommission ist klar der Meinung, dass gerade die katholische Kirche sich beim Thema ‚Sexuelle Gewalt‘ engagieren sollte.»

Paarberatung & Mediation für alle im Kanton Zürich

Unbestritten war auch die Ausrichtung von je 800‘000 Franken in den Jahren 2019 und 2020 sowie von je 700‘000 Franken in den Jahren 2021 und 2022 für den Ökumenischen Verein «Paarberatung & Mediation». Seit 2017 richtet sich die grösste öffentliche Paarberatung im Kanton Zürich mit insgesamt neun Beratungsstellen an alle Paare, unabhängig von der Beziehungsform, der sexuellen Ausrichtung, der Religion oder Kultur. Die Fachstellen begleiten Paare auch vor, während und nach einer Trennung. Das von reformierter und katholischer Kirche getragene Angebot wird von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich mit jährlich 300‘000 Franken unterstützt.

Wahlen in die diözesane Schlichtungsstelle

Obwohl die Diözesane Schlichtungsstelle seit 2015 keine Streitfälle zu schlichten hatte, wurden für die Amtsdauer 2019-2022 der Jurist Martin Sarbach als Mitglied und die Juristin Beryl Niedermann als Ersatzmitglied gewählt.

Heimatliche Klänge des Jodel-Doppel-Quartetts TV Adliswil im Advent. Foto: Simon Spengler

Den Schlusspunkt unter die letzte Sitzung dieses Jahres setzte schliesslich mit heimatlichen Klängen das Jodel-Doppel-Quartett TV Adliswil, welches schon im Gross- und Fraumünster aufgetreten ist.

zuletzt verändert: 06.12.2018 16:40