Drei Verheiratete zu Ständigen Diakonen geweiht

Am Samstag 30. September hat Weihbischof Marian Eleganti in Richterswil drei Männer zu Ständigen Diakonen geweiht. Damit dürfen diese verheirateten Seelsorger im offiziellen Auftrag der Kirche das Sakrament der Taufe spenden und der Eheschliessung assistieren.
Drei Verheiratete zu Ständigen Diakonen geweiht

Drei verheiratete Männer werden in Richterswil zu Ständigen Diakonen geweiht: Andreas Berlinger, Martin Hungerbühler, Thomas Hartmann (v.l.). Foto: Ursula De Bastiani

In einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche Heilige Familie in Richterswil nahm Weihbischof Marian Elaganti die drei Pastoralassistenten durch das Sakrament der Weihe zum Ständigen Diakon in den Klerus auf. Alle drei sind in Pfarreien im Generalvikariat Zürich tätig:

  • Martin Hungerbühler, St. Agatha und St. Josef in Dietikon;
  • Andreas Berlinger, Heilige Familie in Richterswil und
  • Thomas Hartmann, Heilig Chrüz in Oberrieden,

Offiziell gehört es nun zu deren Aufgaben, die Taufe zu spenden und der Eheschliessung zu assistieren. Mit der Weihe verbunden, haben sie auch das Gehorsamsversprechen dem Bischof gegenüber abgegeben sowie sich zum kirchlichen Stundengebet verpflichtet.

Dass verheiratete Theologen zu Ständigen Diakonen geweiht werden, ist dem zweiten Vatikanischen Konzil zu verdanken. Dieses hat das Amt des Diakons neu belebt und aktualisiert. In der Schweiz gibt es mittlerweilen über 250 Ständige Diakone, davon gut ein Fünftel im Bistum Chur. Im Gegensatz zu diesen meist hauptamtlich Seelsorgenden kennt die katholische Kirche in Deutschland vorwiegend Ständige Diakone, die weiterhin in ihrem Zivilberuf tätig sind.

Generalvikar Josef Annen assistiert Weihbischof Marian Eleganti bei der Weihe der drei verheirateten Männer zu Ständigen Diakonen in der Pfarrkirche in Richterswil

Das Zweite Vatikanische Konzil betont im Dokument Lumen Gentium, Art. 29, über die Diakone: «Mit sakramentaler Gnade gestärkt, dienen sie dem Volke Gottes in der Diakonie der Liturgie, des Wortes und der Liebestätigkeit in Gemeinschaft mit dem Bischof und seinem Presbyterium.» Damit sind die wesentlichen Aufgabenfelder genannt: die Liturgie (Gottesdienst, Andachten, Segnungen), die Verkündigung (Predigt, Katechese) und die Diakonie bzw. karitative Arbeit (Sorge um den einzelnen Menschen). Wer die drei Neugeweihten aus ihrem seelsorgerlichen Wirken kennt, weiss, dass sie diese dringend benötigten Aufgaben auf pfarreilicher Ebene längst wahrnehmen. 

zuletzt verändert: 03.10.2017 10:09
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