«Diä Botschaft us Zöri tuet richtig guet»

Mit Franziska Driessen-Reding steht zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt eine Frau an der Spitze einer Zürcher Landeskirche. Letzten Donnerstag wurde sie vom katholischen Kirchenparlament als Nachfolgerin von Benno Schnüriger gewählt. Die Medien sprachen von einer kleinen Sensation und aus dem ganzen Land und sogar aus Übersee trafen hunderte Reaktionen ein. Eine Auswahl.
«Diä Botschaft us Zöri tuet richtig guet»

Franziska Driessen-Reding: Im Juli übernimmt die erste Frau das Synodalratspräsidium der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Foto: Christoph Wider

Den Reigen der Kommentare auf die Wahl von Franziska Driessen-Reding eröffnen wir mit der berührendsten Mail, welche uns die vierundachtzigjährige Helen Heierle-Suter aus Basel per Mail schickte: «So sieht die Kirche aus, die ich mir seit 70 Jahren wünsche.» Maria Dörig aus Niederuzwil/SG ergänzt: «Diä Botschaft us Zöri tuet richtig guet. Danke!»

Es wurde auch fleissig gezwitschert. Regierungsrätin Jacqueline Fehr und Nationalrätin Barbara Schmid-Federer setzten Tweets ab:

Aus Abu Dhabi meldete sich Priester Martin Stewen vom Apostolic Vicariate of Southern Arabia:

Ebenso liess sich auch der Katholische Frauenbund verlauten:

Michael Namanda Koletsis aus Berlin schrieb auf Facebook: «Wünsche dir viel Freude und Erfolg mit dieser ganz besonderen Herausforderung.» Und Flavio Caramaschi meinte: «Wow super ‚Franz‘ gratuliere, a starki Frau bruchts i däm verknuchstete Patriarchat.» Jennifer Fisher  aus Kalifornien reagiert etwas verunsichert: «Congratulations from California, although I can’t tell what you are elected president of? The Catholic Church?»

Per Mail gemeldet hat sich hoffnungsvoll auch der 81jährige Pastoraltheologe Leo Karrer, emeritierter Professor an der Universität Freiburg: «Zur Wahl der Synodalratspräsidentin ein grosses ‚Bravo‘ … und sie bewegt sich doch.»
Ebenso Susanne Kärle aus Bendern: «Ich freue mich sehr, dass eine Synodalratspräsidentin gewählt wurde! Ich gratuliere Frau Franziska Driessen-Reding zu Ihrer Wahl. Ein Lichtblick und eine Hoffnung. Lange habe ich in Zürich gelebt, heute wohne ich in Liechtenstein. Leider haben wir hier sehr bedauerliche Verhältnisse. Ich vermisse den offenen Geist von Zürich.»

Auch unser Newsletter blieb nicht ohne Reaktionen. Nicht ganz zufrieden zeigt sich Walter Hobi aus Horgen: «Mich hätte etwas mehr interessiert: Wer ist diese Frau Driessen, was hat sie für eine Ausbildung und was hat sie bisher gemacht?» Das holen wir nach, versprochen.
Synodale Monika Zimmerli aus Illnau-Effretikon hat es hingegen mit den Zugvögeln: «Ich hab mich soeben wunderbar amüsiert ab ihrem Wortspiel Franziska und Franziskus und natürlich auch ihrem ganzen Newsletter und wünsche mir ganz fest, dass diese Freude noch lange nachhallt in unserer katholischen Kirche, zumindest mal im Kanton Zürich und vielleicht tragen es ja singende Vögel bis nach Rom.»

Augenzwinkernd meinte Oliver Kraaz, Informationsbeauftragter des katholischen Stadtverbandes: «Was wird jetzt aus uns Männern?»

zuletzt verändert: 18.04.2018 13:36