Spende für Flüchtlinge im Libanon

Der Flüchtlingsdienst der Jesuiten organisiert seit Anfang des Jahres ein Projekt in Beirut, das psychosoziale Hilfe für die aus Syrien geflüchteten Menschen anbietet. Der Synodalrat beschloss, dieses Angebot mit 75 000 Franken zu unterstützen.
Spende für Flüchtlinge im Libanon

Junge Flüchtlinge bei einer Schulung in Beirut. Foto: JRS

Das Projekt „Mental Health and Psychosocial Support in Beirut“ greift eine aktuelle Problematik auf: Durch den Krieg in Syrien leben rund 1 Mio. offiziell registrierte Flüchtlinge im Libanon, dazu kommen rund eine halbe Million nicht registrierte Flüchtlinge. Sie leben nicht nur sehr oft in prekären Verhältnissen sondern leiden durch die Kriegserlebnisse auch an Traumata. Häusliche Gewalt, die besonders Kinder betrifft, ist häufig. Das Bedürfnis nach spezialisierten und psychologischen und psychiatrischen Angeboten ist hoch, diese sind aber kaum vorhanden. Dies greift der jesuitische Flüchtlingsdienst, der Jesuit Refugee Service (JRS) mit seinem neuen Angebot auf. Dem Flüchtlingselend begegnen die Jesuiten aber auch mit dem Betrieb von Schulen und Spitälern.

„Wir anerkennen die grossen Leistungen des JRS im Libanon“, begründet Synodalratspräsident Benno Schnüriger die Spende von 75 000 Franken. Bei einem Treffen in Zürich mit Pater Nawras Sammour, dem zuständigen Direktor vom JRS (Jesuit Refugee Service), liessen sich die Synodalratsmitglieder Franziska Driessen-Reding, Raphael Meyer und weitere Kirchenvertreter über die Lage vor Ort und über das Projekt berichten.

Bereits seit 2013 hat die Katholische Kirche im Kanton Zürich verschiedene Projekte des Jesuiten Flüchtlingsdienstes in Syrien, im Nordirak und im Libanon finanziell unterstützt.

zuletzt verändert: 24.04.2018 15:07