32 Jahre Seelsorger in der Psychiatrie: Ernesto Vigne

Ernesto Vigne wirkt seit 32 Jahren als Psychiatrieseelsorger an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich – und im März feiert er sein 50. Priesterjubiläum.
32 Jahre Seelsorger in der Psychiatrie:  Ernesto Vigne

Ernesto Vigne: 32 Jahre Seelsorger in der Psychiatrie und 50 Jahre Priester. FOTO:Ursula Markus

Es gibt sie, diese bescheidenen Menschen, die ihre Berufung gefunden haben und in aller Selbstverständlichkeit über Jahrzehnte wertvolle Dienste erbringen. Einer davon ist Pfarrer Ernesto Vigne. Es brauchte schon eine gehörige Portion Charme seiner Seelsorge-Kollegin Sabine Zgraggen, bis er für ein Interview zusagte. Wir freuen uns, dass es geklappt hat, denn Ernesto Vigne ist ein Stück lebendiger Geschichte der Psychiatrieseelsorge im Kanton Zürich. Das ausführliche Interview ist in unserem Informationsblatt Februar 2018 zu finden.

Verschrobenheiten

In der Klinikkapelle steht ein schlichter Tabernakel. In ein paar wenigen persönlichen Gedanken deutet Ernesto Vigne die Form des Tabernakels – und weist darauf hin, um was es in der Psychiatrieseelsorge geht.

Tabernakel in Klinikkapelle

Die Tabernakel-Türe im Raum der Stille passt so richtig ins Ambiente der Klinik. Sie ist unauffällig und in ihrer Gestaltung Ruhe vermittelnd. Sie zeigt vier quadratische Elemente. Obwohl sie recht verschoben sind, fügen sie sich doch zu einem harmonischen Ganzen. Mir kommt das so vor, als wäre diese Türe eine optische und fassbare Umsetzung der volkstümlichen Aussage, dass «Gott auch auf krummen Zeilen gerade schreiben kann». Und sie bestärkt mich im Vertrauen dass Er trotz (oder wegen?) all unseren «Verschobenheiten» bei uns bleibt.
Text: Ernesto Vigne

zuletzt verändert: 05.02.2018 17:46