100 Frauen-Portraits aus Kohle und Lippenstift

An grossen Wänden hängen sehr ordentlich rund 100 Portraits. Anstelle von schweren, düsteren Bildern von Fürsten, Bischöfen oder Patrons, die in klassischen Sitzungsräumen hängen, sieht man die Portraits von hundert Frauen, die gegenwärtig eine gewichtige gesellschaftliche oder ökonomische Führungsrolle innehaben.
100 Frauen-Portraits aus Kohle und Lippenstift

Daniel Eisenhut mit Franziska Driessen (l.) und Simone Curau-Aepli (r.). Foto: zVg

Was ist weibliche Führung? Gibt es diese überhaupt? Theorien und Meinungen sind verschieden und verändern sich laufend. Lipstick Leaders ist eine Portrait-Serie von Frauen in Führungspositionen aus verschiedenen Bereichen, gemalt mit Kohle und Lippenstift auf Leinwand vom Künstler Daniel Eisenhut. Ihn hatten seine Erfahrungen mit weiblichen Führungskräften in der israelischen Armee dazu gebracht, sich mit dem Thema weiblicher Führung auseinanderzusetzen. 

Auch zwei Frauen aus der katholischen Kirche sind unter den Porträtierten zu finden: Die Präsidentin des Schweizerischen katholischen Frauenbundes Simone Curau-Aepli sowie die designierte Synodalratspräsidentin Franziska Driessen-Reding. Sie beschreibt ihre Sitzung als Model: "Während wir uns unterhielten, malte Daniel Eisenhut bereits. Dann musste ich zehn Minuten schweigen und durfte nicht lächeln." Und schon war ein Portrait entstanden, die Lippen betont mit einem Lippenstift, der der Freundin des Künstlers gehört.  

Ab 1. Juni hängen die Bilder im Zürcher Kraftwerk. (Selnaustrasse 25, Zürich) 

zuletzt verändert: 11.06.2018 08:55