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Notre Dame: Ein Bau mit Geschichte

Notre Dame: Ein Bau mit Geschichte
Notre-Dame in Paris ist eine Kathedrale, die den Wandel der Zeiten auch architektonisch miterlebt hat. Ihre Baugeschichte reicht von der Frühgotik des 12. Jahrhunderts bis zur Neugotik des 19. Jahrhunderts.
10. Mai 2019 / Katholische Kirche im Kanton Zürich

 

Keine der grossen gotischen Kathedralen erscheint dem heutigen Betrachter in der Form, in der sie ursprünglich geplant wurde. Zum einen ist keines dieser Bauwerke jemals in allen Teilen vollendet worden. Selbst Notre-Dame in Paris ist trotz ihrer höchst ausgewogenen Gesamterscheinung davon betroffen: Es fehlen den Türmen die Helme.
Man kann sich allerdings fragen, ob das Projekt der Westfassade Spitzhelme oder sonstige Bekrönungen für die Türme überhaupt vorgesehen hat. Solche Aufbauten würden die Harmonie der Fassade, die ein perfekter Ausgleich zwischen Vertikalen und Horizontalen kennzeichnet, empfindlich stören. Wahrscheinlich wurden aus dem ursprünglichen Bauprogramm die wohl anfänglich vorgesehenen Helme während des Bauprozesses gestrichen.

Zum anderen wurde an fast allen Kathedralen die Bausubstanz im Laufe der Zeit verändert. Erstens hat man das Bauwerk veränderten liturgischen Bedürfnissen und wechselnden ästhetischen Vorstellungen angepasst. Zweitens hat die Verwitterung der Steine und die Korrosion der Glasfenster immer wieder Reparaturen veranlasst.
Hinzu kamen Zerstörungen und Schäden, die durch Naturgewalten, technisches und menschliches Versagen, Kriege und politische Ereignisse verursachten wurden.Es sei nicht nur an die beiden Weltkriege erinnert, sondern auch an weiter zurückliegende Waffengänge, so etwa an die französischen Religionskriege des 16. Jahrhunderts, denen ganze Kathedralen (beispielsweise in Orléans) zum Opfer fielen, oder die Pfälzer Kriege von Louis XIV, die unter anderem zum Einsturz des Speyrer Doms führten.

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