Zürich erwartet klare Signale aus Chur (10.2.2011)

Gespräch der Zürcher Katholiken mit dem Churer Diözesanbischof. Communiqué vom 10. Februar 2011

Gestern hat sich unter Federführung der Synode eine Delegation der Katholischen Kirche im Kanton Zürich in Chur mit Diözesanbischof Vitus Huonder zum Gespräch getroffen. Ziel der Begegnung war es, dem Churer Bischof ein Stimmungsbild aus der Synode und die Befindlichkeit eines grossen Teils der Gläubigen im Kanton Zürich zu vermitteln. 

An der Synodensitzung vom 2. Dezember letzten Jahres hatte sich die Synode nach einer heftigen Debatte letztlich doch gegen eine Sistierung des Bistumsbeitrags ausgesprochen, gleichzeitig aber ein Gespräch mit Bischof Vitus Huonder verlangt. Die Zürcher Delegation, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Synode, des Synodalrats und des Generalvikariats, hat dem Churer Bischof die vorherrschende Stimmung und Befindlichkeit der Zürcher Katholikinnen und Katholiken gestern nun dargelegt. Auch der Bischof nahm die Gelegenheit wahr, seine Überzeugungen und Ansichten aufzuzeigen. Das Gespräch wurde offen und in gegenseitigem Respekt geführt, im Zentrum stand der Wille zum gemeinsamen Weg.

Dabei standen zwei Aspekte im Vordergrund: Einmal die von der Synode empfundene fehlende Wertschätzung ihrer Arbeit seitens des Bischofs und zum anderen die immer noch hängige Frage, ob ein zweiter Weihbischof für das Bistum ernannt wird und ob der Bischof immer noch Generalvikar Martin Grichting für dieses Amt portiere. Zur Frage des Weihbischofs verwies Vitus Huonder auf seinen Brief vom 14. Dezember 2010, in welchem er sich Bedenk- und Gesprächszeit bis März 2011 ausbedungen hat. Die Arbeit und den Einsatz der Synode schätze er sehr, betonte der Bischof, und er möchte sich in Ruhe überlegen, auf welche Weise er dem Kirchenparlament von Zürich seine Anerkennung am glaubhaftesten ausdrücken könne. In spätestens zwei Wochen will Bischof Huonder seine Überlegungen in dieser Sache verlautbaren. Bis dahin haben die Gesprächsteilnehmer vereinbart, keine Détails aus dieser Zusammenkunft zu veröffentlichen, damit die besprochenen Punkte ohne Druck und in Ruhe überdacht und ausgewertet werden können.

Zürich, 10. Februar 2011


Der Delegation der Katholischen Kirche im Kanton Zürich gehören folgende Personen an: Margrit Weber-Keller, Präsidentin Synode; Marcel Barth, Synodale; André Füglister, Synodale; Helena Vlk, Synodale; Benno Schnüriger, Präsident Synodalrat; Pfarrer Luzius Huber, Synodalrat; Josef Annen, Generalvikar und Pfarrer Franz Studer, Dekan.

Seitens des Churer Ordinariats nahmen am Gespräch teil: Vitus Huonder, Diözesanbischof; Martin Grichting, Generalvikar und Moderator Curiae; Giuseppe Gracia, Beauftragter für Medien und Kommunikation.

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00