Zürich erhöht Bistumsbeitrag

Mitteilung zur Synodensitzung vom 1. Dezember 2011
Zürich erhöht Bistumsbeitrag

Stephanie Ritz und Christian Enzler brachten eine adventliche Musikeinlage im Rathaus.

>> Alle Geschäfte der Synodensitzung im Detail

So unbestritten der Voranschlag 2012 der Zentralkasse grundsätzlich war, so heftig wurde um den Bistumsbeitrag gerungen. Schliesslich stimmten die Synodalen grossmehrheitlich der Erhöhung des Beitrags an die Bistumskasse zu, wie es Synodalrat und Generalvikar beantragt hatten. Das verabschiedete Budget 2012 rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 3 Mio. Franken.

Medienberichte der letzten Tage verhiessen in der Synode einen grossen Widerstand gegen die vom Synodalrat und Generalvikar beantragte Erhöhung des Bistumsbeitrags. So wollte die Finanzkommission den Bistumsbeitrag auf dem bisherigen Niveau belassen. Deren Präsident, Sepp Annen, begründete diese Position damit, dass die Finanzkommission des Bistums eine Erhöhung des Betrags abgelehnt habe. Dieser Empfehlung seien ausser Zürich alle anderen Bistumskantone gefolgt. Weiter wurde ins Feld geführt, dass der Churer Bischof mit der Mensa Episcopalis Curiensis über eine wohldotierte Kasse verfüge. Zudem vermissten viele Synodale aktuelle Informationen zu den Geldflüssen zwischen kantonalkirchlicher und diözesaner Ebene.

Synodalratspräsident Benno Schnüriger räumte ein, dass zwischen einzelnen Gremien die Kommunikation tatsächlich nicht optimal gelaufen sei und gewisse Informationen erst heute auf dem Tisch liegen würden. Die nun vorliegenden Zahlen der Bistumskasse seien aber nachvollziehbar, und die seit 2003 aufgelaufene Teuerung müsse ausgeglichen werden. Dies sei in der Zwischenzeit auch den anderen Bistumskantonen bewusst. Es stimme, so Schnüriger, dass die bischöfliche Kasse gut alimentiert sei, diese habe aber in den nächsten Jahren erhebliche bauliche Investitionen zu leisten, was angemessene Rückstellungen erfordere.

Generalvikar Josef Annen wies in seinen Ausführungen auf pastorale Einrichtungen hin. Würden der Bistumskasse die nötigen Geldmittel fehlen, wären davon Institutionen wie etwa Jungwacht/Blauring, PfadfinderInnen oder die Fachstelle Information kirchliche Berufe betroffen. Er sei auch sehr daran interessiert, dass das Generalvikariat Urschweiz den dringend ausgewiesenen Stellenausbau realisieren könne.

Schliesslich votierten nach der mehrstündigen Debatte 63 der 88 Synodalen für die Erhöhung des Bistumsbeitrags um 116‘300 auf insgesamt 969‘200 Franken. Gleichzeitig überwies die Synode zwei Postulate. Eine Zürcher Delegation soll mit dem Churer Bischof einmal mehr das direkte Gespräch suchen, und die Geldflüsse zwischen kantonalkirchlicher und diözesaner Ebene sollen transparenter dargestellt werden. Gegen den Willen des Synodalrats überwies die Synode ein weiteres Postulat. Dieses lädt die Exekutive ein, einen Gesamtüberblick über das diakonisch-soziale Engagement der Katholischen Kirche im Kanton Zürich zu erstellen.

zuletzt verändert: 02.12.2011 15:00
Schlagwörter: | | |