Im Dienste von Asylsuchenden

Jubiläum Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende

Von Durchgangszentren und Migrationsämtern geachtet und als geschätzte Gesprächspartnerin des Regierungsrates berät und begleitet die Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende (ZBA) seit 25 Jahren Flüchtlinge.

Zusammen mit fünf Mitarbeitenden berät und begleitet Kathrin Stutz, Leiterin der ZBA, asylsuchende Menschen. Die kostenlose Beratung kommt Flüchtlingen zu, welche die eigene Heimat verlassen mussten und in der Hoffnung auf ein besseres Leben in der Schweiz Schutz vor Verfolgung suchen. Die Eine hat einen Nichteintretens-Entscheid auf ihr Asylgesuch erhalten, der Zweite will seine Frau und sein vierjähriges Mädchen aus einem Flüchtlingslager in die Schweiz holen, dem Dritten wurde das Bankkonto gesperrt. 2010 waren es rund 2500 Flüchtlinge aus 67 Nationen.

Ausgewiesene Fachstelle in Asylfragen

Über die Jahre hat sich die Beratungsstelle zu einer ausgewiesenen Fachstelle in Asylfragen entwickelt. Bei Durchgangszentren gilt die ZBA als erste Adresse. Zwei Mal jährlich lädt die Zürcher Kantonsregierung die Ökumenische Kommission der ZBA zum vertraulichen Gespräch mit Migrationsamt und Sozialamt ein. Seit Mitte 2010 betreut die ZBA im Auftrag der beiden Landeskirchen des Kantons Glarus auch die Asylsuchenden und vorläufig Aufgenommenen mit Wohnsitz im Kanton Glarus. Auf der politischen Bühne steht mit der Teilrevision des Asylgesetzes die Prüfung von Bundesgeldern für die Rechtsberatung und -vertretung an.

Ökumenischer Dienst an Flüchtlingen

An der Bertastrasse 8 in Zürich hat am 3. März 1986 auf Initiative der gemeinsamen Asylkommission der katholischen und reformierten Kirche des Kantons Zürich die ZBA ihre Arbeit aufgenommen. Der Gründung vorausgegangen war die Besetzung der reformierten Kirche in Zürich Seebach und die Forderung nach Kirchenasyl durch Chilenen. Die ZBA wird von den beiden kirchlichen Hilfswerken HEKS und Caritas getragen sowie zur Hauptsache von der reformierten und katholischen Kirche finanziell unterstützt. Für die kostenlose Beratung und Begleitung stehen jährlich rund 500 000 Franken zur Verfügung.

Kathrin Stutz: «Misstrauen ist ein Dauerbrenner» (Interview im Regionaljournal)

www.zbasyl.ch

www.heks.ch/de/schweiz/regionalstelle-zuerichschaffhausen

www.caritas-zuerich.ch

zuletzt verändert: 21.11.2011 11:56
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