Stellungnahme der Zürcher Dekane (Infostelle Synodalrat)

Vier der fünf Dekane im Kanton Zürich haben in einem Brief an den Diözesanbischof Vitus Huonder ihrem Ärger und ihrer Sorge zu Meldungen Ausdruck gegeben, wonach Martin Grichting Weihbischof für das Bistum Chur werden soll. Für ein fruchtbares Arbeiten in der Seelsorge sei eine integrierende Persönlichkeit nötig.

Im Schreiben an Diözesanbischof Vitus Hounder, das von vier der fünf Zürcher Dekane getragen wird- der fünfte Dekan weilt unerreichbar in den Ferien - zeigen sich die Dekane verärgert über Medienmeldungen, dass Martin Grichting zum Weihbischof ernannt werden könnte. Sie seien in grosser Sorge über die Auswirkungen für die Zukunft. Schliesslich sei das Bistum Chur mit der Erfahrung spaltender Bischöfe bereits vorbelastet. Martin Grichting bekunde seine Meinung zur dualen Struktur recht deutlich und sei deshalb vorbelastet und unakzeptabel.

Der Brief an den Churer Bischof ist als Kopie auch an Martin Grichting und die Apostolische Nuntiatur in Bern geschickt worden. Darin fragen die Zürcher Dekane Vitus Huonder: «Bedeutet Dir die kirchlich-öffentliche Meinung etwas? Wie hoch veranschlagst Du eine gute Zusammenarbeit zwischen der Bistumsleitung und den Seelsorgenden bzw. dem Volk?»

Das Schreiben endet mit dem ernsten Anliegen der Zürcher Dekane: «Für ein fruchtbares Arbeiten in der Seelsorge ist an diesem Platz eine integrierende, versöhnliche und seelsorgerlich versierte Persönlichkeit nötig.»

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