Stellungnahme der Generalvikare Josef Annen und Martin Kopp zu den personellen Veränderungen im Priesterseminar und im Bischofsrat (Generalvikariat, 24.2.2011)

Unter dem Eindruck der Vorkommnisse und Auseinandersetzungen im Bistum Chur glauben wir, uns als Generalvikare für die Regionen Zürich/Glarus und Urschweiz äussern zu müssen. Schweigen würde von Vielen nicht verstanden.

Generalvikariat


Die Demission von Regens Ernst Fuchs bedeutet für unser Bistum einen empfindlichen Verlust und hat weitherum, insbesondere unter den Seelsorgenden, neue Besorgnis und starkes Misstrauen wachsen lassen. Regens Fuchs hat für die so vitale Frage des Seelsorgenachwuchses unser Vertrauen verdient. Wir können nur lebhaft bedauern, dass ihm eine Zusammenarbeit mit dem Bischof auf die Dauer nicht möglich war. Bischof Vitus Huonder bestätigt in einem Interview mit der NZZ (18.2.2011), dass Regens Fuchs seine Arbeit gut gemacht habe.

Nicht minder unmittelbar betrifft uns das Ausscheiden des Bündner Generalvikars Andreas Rellstab. Wir hatten mit ihm in den vergangenen Jahren eine ausserordentlich gute Zusammenarbeit zum Wohl unseres Bistums. Andreas Rellstab steht über alle Zweifel treu zur Kirche und ist ein sehr fähiger und loyaler Mitarbeiter des Bischofs. Er hat zum Besten der Seelsorge in Graubünden gewirkt. Es berührt uns schmerzlich, dass auch er nicht mehr mit dem Bischof zusammenarbeiten konnte.

Wir müssen feststellen: Mit Ernst Fuchs und Andreas Rellstab wurden zwei unserer besten Leute in kurzer Zeit „verheizt“. Tatsache scheint uns, dass  eigenständige und bestqualifi-zierte Priester kein gedeihliches Zusammenwirken mit Bischof Vitus Huonder erreichen. Das weckt grösste Bedenken um die Zukunft unseres Bistums und um seine Führung.


Dr. Josef Annen, Generalvikar Zürich/Glarus
Dr. Martin Kopp, Generalvikar Urschweiz           

 

Zürich, 24. Februar 2011

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00
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