Ökumenische Polizeiseelsorge mit neuen Personen und höherem Stellenetat (14.1.2011)

Die Trägerorganisationen der ökumenischen Polizeiseelsorge haben deren Stellenetat auf den 1. Januar 2011 von 90% auf 130% erhöht und die Arbeitsfelder neu verteilt: Für die Seelsorge bei der Kantons- und der Stadtpolizei Zürich stehen künftig 80 Stellenprozente zu Verfügung und für die Seelsorge bei «Schutz und Rettung Zürich» 50 Stellenprozente.

Im Zuge dieser Aufstockung werden die Aufgaben auch von neuen Personen übernommen: Für die Seelsorge bei der Polizei ist ab 1. Mai 2011 die 53jährige katholische Theologin Jeanine Kosch zuständig, zurzeit Seelsorgerin am Universitätsspital Zürich. Die Seelsorge bei «Schutz und Rettung Zürich» übernimmt auf den 1. August 2011 Simon Gebs. Der 45jährige Theologe ist seit 1996 Gemeindepfarrer in Zollikon, wo er sein Pensum entsprechend reduzieren wird. Die bisherige Polizeipfarrerin Yvonne Waldboth tritt nach 12jähriger Amtszeit auf Ende März 2011 zurück.

Die Erhöhung des Stellenetats ist auf den stark gewachsenen Arbeitsumfang zurückzuführen. Einerseits hat die Unterrichtstätigkeit zugenommen, etwa der Ethik-Unterricht in den Polizeischulen oder die Mitwirkung in Führungsseminarien. Anderseits ist durch den grösseren Bekanntheitsgrad sowohl die seelsorgliche wie auch die kirchliche Tätigkeit stark gewachsen. Das Angebot von seelsorglichen Gesprächen sowie von Gottesdiensten bei speziellen Ereignissen wie Geburt und Hochzeit wird zunehmend genutzt. Die Aufteilung der Aufgaben auf zwei Personen löst künftig auch die Frage der Stellvertretung.

Die ökumenische Polizeiseelsorge startete 1999 mit einem Pilotversuch und wurde 2002 definitiv eingerichtet. Sie wird getragen von der Evang.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich, der Katholischen Kirche im Kanton Zürich, dem reformierten und dem katholischen Stadtverband Zürich, der Kantonspolizei Zürich, der Stadtpolizei Zürich sowie von Schutz und Rettung Zürich.

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00
Schlagwörter: |