Neubau der Paulus-Akademie in Zürich-West: Klares Ja nach harziger Debatte (24.6.2010)

Nach einer hart geführten Debatte bewilligten die Synodalen schliesslich mit einer komfortablen Mehrheit einen Kredit in der Höhe von knapp 15 Mio. Franken für den Neubau der Paulus-Akademie in Zürich. Die Eröffnung der Stadtakademie ist gemäss Projektplanung für Frühjahr 2014 vorgesehen. Im Weiteren genehmigte die Synode den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2009, einen Teuerungsausgleich für 2011 sowie tiefere Beitragssätze für die Kirchgemeinden an die Zentralkasse.

Communiqué zur Sitzung der Römisch-katholischen Synode des Kantons Zürich

Stadtakademie im Trendquartier Zürichs

Mit 68 zu 6 Stimmen bei 11 Enthaltungen hat die Synode einen Millionen-Kredit bewilligt. Für knapp 15 Mio. Franken wird die Katholische Kirche im Kanton Zürich zusammen mit der Hamasil-Stiftung und der Wohnbaugenossenschaft KraftWerk1 für die Paulus-Akademie eine Überbauung realisieren. Damit kann gemäss Konzept PAZ 05 eine gastfreundliche und dienstleistungsorientierte  Stadtakademie im Frühjahr 2014 neue Räumlichkeiten an der Pfingstweidstrasse im Trendquartier Zürich-West beziehen und ein zeitgemässes Forum für Religion, Ethik und Kultur werden.

Der klaren Zustimmung zum Kredit war eine intensive Diskussion vorausgegangen. Kritisiert wurden vor allem die vielen unbeantworteten Fragen und finanziellen Risiken des Projektes, das unter einem grossen Zeitdruck steht. Ein Rückweisungsantrag hatte aber keine Chance und wurde mit 72 zu 9 Stimmen abgelehnt.

Beim dritten Anlauf hat es also geklappt, für die Paulus-Akademie einen neuen Standort im Zentrum Zürichs zu finden: Frühere Projekte mit dem Volkshaus in Winterthur und dem Limmathaus in Zürich waren gescheitert.

Finanzielle Entlastung für Kirchgemeinden

Die von der Synode genehmigte Rechnung 2009 der Körperschaft schliesst zwar mit einem Aufwandüberschuss von rund 900‘000 Franken, präsentiert sich aber um über 3 Mio. Franken besser als budgetiert. Hauptgrund dafür war das Steueraufkommen der Kirchgemeinden, das gegenüber dem Vorjahr entgegen den Prognosen lediglich um 1,5% zurückging. Zum andern trugen der effiziente Einsatz der Mittel und die Politik einer zurückhaltenden Stellenbesetzung zum guten Abschluss bei.

Dem beantragten Teuerungsausgleich für 2011 um 0,8% stimmten die Synodalen ebenso zu, wie den gegenüber heute um 0,4% reduzierten Beitragssätzen der Kirchgemeinden an die Zentralkasse für die Jahre 2011 und 2012. Dieser ist für die natürlichen Personen auf 1,5 und für die juristischen Personen auf 2,25 Staatssteuerprozente festgelegt. Hintergrund für die Senkung der Beitragssätze ist vor allem das neue Kirchengesetz: Ab 2010 fliessen alle Beiträge des Kantons in die Zentralkasse. Mit den reduzierten Beitragssätzen werden die Kirchgemeinden entlastet, was bei vielen zu tieferen Steuersätzen führen könnte.

Zürich, 24. Juni 2010

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00