Jahresrechnung 2010 schliesst mit 2 Mio. Franken Überschuss (16.6.2011)

Communiqué zur Sitzung vom 16. Juni der Römisch-katholischen Synode

Das katholische Parlament hat an seiner Sitzung von heute die Jahresrechnung 2010 der Zentralkasse ohne Gegenstimme abgenommen. Diese schliesst mit einem Überschuss von rund CHF 2 Mio.. Das positive Ergebnis ist vor allem auf höhere Kirchensteuererträge bei den Kirchgemeinden zurückzuführen. Zudem gewährt die Synode den Angestellten der Katholischen Kirche im Kanton Zürich auf den 1. Januar 2012 einen Teuerungsausgleich von 0,5%.

Höhere Steuererträge als erwartet

Die Jahresrechnung weist bei einem Ertrag von CHF 51,86 Mio. und einem Aufwand von CHF 49,80 Mio. einen Ertragsüberschuss in der Höhe von CHF 2,06 Mio. aus. Sie schliesst damit um knapp 3 Mio. Franken besser ab als budgetiert. Zu diesem Ergebnis haben massgeblich die Beiträge der Kirchgemeinden (Einnahmen) beigetragen. Sie liegen um CHF 1,45 Mio. über dem Budget. Sowohl das Steueraufkommen der natürlichen Personen (+5,3 %) als auch das der juristischen Personen (+1,3 %) hat sich besser als erwartet entwickelt. Die meisten Kirchgemeinden konnten so für das Jahr 2011 ihren Steuerfuss beibehalten oder sogar senken. Ohne Diskussion beschloss die Synode für das Personal der Katholischen Kirche im Kanton Zürich einen Teuerungsausgleich von 0,5% per 1. Januar 2012.

Jahresberichte 2010 geben ausführlich Auskunft

Einstimmig abgenommen wurden die Jahresberichte von Synodalrat, Rekurskommission und Personalombudsstelle. Die Rekurskommission als Judikative wurde mit dem neuen Kirchengesetz auf Anfang 2010 geschaffen und wird ab 1. Juli dieses Jahres ihre Aufsichtsfunktion innerhalb der Körperschaft offiziell aufnehmen. Die Personalombudsstelle berät und vermittelt seit zehn Jahren bei Konflikten am Arbeitsplatz.

Neue Organisation für Pflegezentren gefordert

Ein Postulat hatte den Synodalrat aufgefordert, die Organisation und Finanzierung der Seelsorge in überregionalen Pflegezentren zu prüfen. Der Synodalrat arbeitet nun bis Mitte 2013 einen Vorschlag aus, ob und wie die seelsorgerlichen Angebote in den regionalen Pflegezentren kantonal finanziert und damit die Kirchgemeinden vor Ort entlastet werden können.

Neue Synodalratsmitglieder stehen Anfang Juli zur Wahl

Die heutige Sitzung war zugleich die letzte der Amtsperiode 2007-2011. Margrit Weber-Keller verabschiedete sich als Synodenpräsidentin, auch Pfarrer Hannes Rathgeb als Synodalrat (Ressort Spezialseelsorge) gab heute sein Amt ab. An ihrer nächsten Sitzung vom 7. Juli konstituiert sich die Synode für die neue Amtsperiode und wählt den Synodalrat, die neunköpfige Exekutive.

Zürich, 16. Juni 2011

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00
Schlagwörter: | |