Chropfleerete soll Neuanfang möglich machen (Generalvikariat)

Gesprächsabend vom 11. Juli mit Generalvikar Josef Annen in Dübendorf - Stelllungnahme vom 12. Juli aus dem Generalvikariat

Die Zeichen standen auf Sturm nach der Kirchgemeindeversammlung vom 30. Mai 2011 im Seelsorge-raum Dübendorf-Fällanden-Schwerzenbach. Differenzen innerhalb des Seelsorgeteams hatten zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit zwei Angestellten der Pfarrei Dübendorf geführt. Auf die Frage nach dem Warum erhielten die Pfarreiangehörigen keine befriedigenden Antworten, denn die anstellende Behörde war aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes zum Schweigen verpflichtet. Gerüchten, Falschinformationen und Spekulationen waren Tür und Tor geöffnet. Sogar in Leserbriefen verschafften sich einige aufgebrachte Kirchenmitglieder Luft. Das Bedürfnis nach Information war gross.

Weit über 200 Personen haben die Einladung zum Gesprächsabend mit Josef Annen und dem Seelsorgeteam von Dübendorf angenommen und fanden sich am Montagabend, 11. Juli 2011, 19.30 Uhr im Pfarreizentrum Leepünt in Dübendorf ein. Die Stimmung war dem Umstand entsprechend angespannt, aber Kirchenpflegepräsident Markus Zeier lockerte diese schon mit seiner Begrüssung und der Präsentation des Panels auf. Ausserdem verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses Gespräch dazu beitragen würde, den Seelsorgeraum Dübendorf-Fällanden-Schwerzenbach in eine neue Zukunft zu führen. Der Moderator des Abends, der erfahrene Organisations- und Personalentwickler Franz Wyss aus Zofingen, erklärte dann die Ziele dieser Veranstaltung und dass zu deren Erreichung alles besprochen werden könne, unter Einhaltung der für alle Gesprächsteilnehmer geltenden Anstands- und Spielregeln.

Im Folgenden wandten sich Generalvikar Josef Annen, Don Angelo Saporiti und Diakon Stephan Kaiser nacheinander an die Versammlung, um die Vorgänge in Dübendorf aus ihrer Wahrnehmung zu schildern. Dabei wurde deutlich, dass eine ungute Vermischung von ungelösten Sach- und Personenkonflikten zu einer unhaltbaren Lage im Seelsorgeteam geführt hatte, welche letztlich zur Auflösung der oben genannten Arbeitsverhältnisse führte. Der Gemeindeleiter von Fällanden und der Pastoralassistent von Schwerzenbach, Meinrad Furrer und Luis Perez Uvalle, bestätigten und verdeutlichten die Ausführungen ihrer Vorredner. Nach jeder dieser Erklärungen bestand für das Plenum die Möglichkeit, Verständnisfragen zu stellen. Anschliessend wurde von Franz Wyss die Diskussion eröffnet.

Viele Fragen wurden gestellt zu den Hintergründen von Pfarrer Melis Kündigung im vergangenen Jahr. Aus den weiteren Fragen liess sich klar entnehmen, dass viele Kirchenmitglieder dringenden Aufklärungsbedarf haben hinsichtlich der Zuständigkeiten im Seelsorgeteam und der Anstellungs- und Kirchenordnung der Katholischen Kirche im Kanton Zürich. Josef Annen konnte diesbezüglich einiges an Informationen liefern. Voten für und gegen das Seelsorgeteam und die Kirchenpflege wurden leidenschaftlich vorgetragen. Ebenso kam die gute Arbeit der aus dem Seelsorgeteam ausgeschiedenen Mitarbeiterinnen zur Sprache.

Die Veranstaltung sollte dazu beitragen, die Konflikte im Seelsorgeteam Dübendorf besser zu verstehen, aufeinander zuzugehen, Unerledigtes zu erkennen und einer gemeinsamen Zukunft eine Chance zu geben. Dazu wurden auch Anregungen aus der Versammlung aufgenommen und zur Weiterverfolgung unter anderem an den Pfarreirat überreicht. Im Weiteren werden sich die Leserbriefschreiber der vergangenen Wochen mit Vertretern der Kirchenpflege zum Gespräch treffen. Viel zur positiven Grundstimmung haben auch die Voten der anwesenden Pfarreiratspräsidenten beigetragen. Darin wurde einmal mehr betont, welch wertvolle Arbeit Don Angelo und Stephan Kaiser im Seelsorgeraum verrichten und dass kein Zweifel daran besteht, dass Dübendorf-Fällanden-Schwerzenbach unter dieser pastoralen Leitung in eine gute Zukunft unterwegs ist.

Christian Breitschmid-Gabriel

Informationsbeauftragter GV ZH/GL

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00