Jahresrechnung 2008 besser als erwartet (25.6.2009)

Communiqué zur Sitzung der Römisch-katholischen Synode des Kantons Zürich

An ihrer Sitzung von heute haben die Synodalen sowohl den Jahresbericht 2008 der Zentralkommission als auch die Jahresrechnung 2008 der Zentralkasse ohne Gegenstimme genehmigt. Zudem verabschiedete die Synode aufgrund des neuen Kirchengesetzes, das am 1. Januar 2010 in Kraft tritt, das überarbeitete Finanzreglement der Körperschaft und beschloss eine Totalrevision der eigenen Geschäftsordnung.

Ein Synodale wollte vom Präsidenten der Zentralkommission in der Fragestunde wissen, was die Privataudienz im Vatikan am 5. Mai dieses Jahres gebracht hat. Benno Schnüriger dazu: «Über das Gespräch habe ich mit Regierungsrat Markus Notter Stillschweigen vereinbart.» Das Treffen mit Kardinal Staatssekretär Bertone sei auf Ersuchen der Zürcher Regierung erfolgt, und er sei von dieser dazu eingeladen worden. Seitens der Regierung hätten am Gespräch zusätzlich zu Notter Regierungsratspräsidentin Regine Aeppli und Staatsschreiber Beat Husi teilgenommen.

Jahresrechnung um fast 5,4 Mio. Franken besser als budgetiert

Die Synodalen genehmigten die beiden Jahresberichte 2008 von Personalombudsstelle und Zentralkommission sowie die Jahresrechnung 2008 der Zentralkasse. Letztere schliesst bei einem Ertrag von rund 50,25 Mio. Franken und einem Aufwand von 49,9 Mio. Franken mit einem Ertragsüberschuss von 350'000 Franken ab. Der Voranschlag für das Jahr 2008 hatte mit einem Defizit von gut 5 Mio. Franken gerechnet. Zu diesem erfreulichen Ergebnis führten insbesondere höhere Beiträge der Kirchgemeinden sowie Sparanstrengungen in der Verwaltung. Die Auswirkungen der Finanzkrise werden in den nächsten Jahren auch Kirchgemeinden und Körperschaft treffen.

Mitfinanzierung bei der Einführung in die pastorale Praxis

Nach längerer Diskussion beschlossen die Synodalen grossmehrheitlich, dass die seit 2005 bestehende Mitfinanzierung der Kirchgemeinden bei der Einführung in die pastorale Praxis von Pastoraljahresabsolvierenden sowie Religionspädagoginnen und Religionspädagogen durch die Zentralkasse weiter geführt wird. Dies belastet die Zentralkasse mit gut 500'000 Franken.

Anpassungen an Kirchengesetz und Kirchenordnung

Das revidierte Finanzreglement passierte das Parlament diskussionslos. Dieses musste aufgrund von Vorgaben des neuen Kirchengesetzes angepasst werden. Ebenfalls mit Blick auf das Kirchengesetz, aber auch auf die neue Kirchenordnung und das Gesetz über die politischen Rechte sowie einer Motion, lag den Synodalen eine totalrevidierte Vorlage zur Geschäftsordnung des Parlamentes vor. Die Diskussion dazu wird heute in einer Woche weiter geführt.

Zürich, 25. Juni 2009

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00
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