Paulus-Akademie Zürich definitiv nicht im Limmathaus (29.5.2009)

Die Römisch-katholische Körperschaft des Kantons Zürich wird mit der Genossenschaft Limmathaus Zürich (GLZ) keinen Mietvertrag abschliessen. Sie hält aber an ihrer Strategie fest, im Zentrum Zürichs eine Stadtakademie zu realisieren. Die GLZ wird bis September 2009 Strategievarianten zur künftigen Ausrichtung des Limmathauses erarbeiten.

Mitteilung an die Medien

Vor knapp zwei Jahren hatten die Synodalen grünes Licht gegeben für den Abschluss eines Vorvertrags, der der Paulus-Akademie Zürich Ende 2012 den geplanten Wegzug von Zürich-Witikon an den Limmatplatz ermöglicht hätte.
Ende Juni 2008 vereinbarten die GLZ und die katholische Körperschaft, den Planungsprozess vorläufig zu sistieren. Grund dafür war eine summarische Bauexpertise für einen Zeithorizont  der nächsten 20 Jahre. Die detaillierte Expertise der GLZ skizziert ebenfalls einen nicht unerheblichen Finanzierungsbedarf. Er wäre jedoch gemäss der von der GLZ überprüften Finanzplanung mit dem im Vorvertrag festgelegten Mietzins zu finanzieren gewesen. Überdies signalisierte die GLZ ihre Bereitschaft, die Laufzeit des Rechtsverhältnisses auf 15 Jahre zu begrenzen, während der Vorvertrag von einer 20jährigen Laufzeit ausgegangen ist.

Die Zentralkommission und die Verantwortlichen der Paulus-Akademie Zürich sind trotzdem zum Schluss gekommen, das Projekt nicht mehr weiter zu verfolgen. Für sie bleiben zu grosse Bedenken und Risiken gegenüber dem Vorhaben: Eine Etappierung von Sanierungsmassnahmen könnte auf den laufenden Betrieb der Stadtakademie negative Auswirkungen haben. Der finanzielle Aufwand des Projekts lässt sich ­ insbesondere auch im Lichte der gegenwärtig angespannten Wirtschaftslage und der unsicheren Entwicklung der Steuereinnahmen ­ langfristig nicht gesichert voraussehen.
 
Zentralkommission, Paulus-Akademie Zürich und die GLZ bedauern, dass dieses Projekt im Limmathaus nicht umgesetzt werden kann. Das Ziel der katholischen Kirche bleibt weiter, eine Stadtakademie zu realisieren. Auf dem Weg dorthin wird die Paulus-Akademie ihr bereits bestehendes Angebot an Kursen, Tagungen und Abendveranstaltungen im Stadtzentrum laufend ausbauen. Die Gremien der Genossenschaft werden bis zum Herbst dieses Jahres Strategievarianten zur Ausrichtung des Limmathauses über das Ende des aktuellen Pachtvertrages hinaus erarbeiten. In diesem Zusammenhang sind eine Markt- und Potentialanalyse sowie diverse Gespräche ­ auch mit der aktuellen Pächterin ­ geplant.
 
Römisch-katholische Zentralkommission                  
Dr. Benno Schnüriger, Präsident

Stiftung Paulus-Akademie
Dr. Josef Bruhin, Präsident

Genossenschaft Limmathaus Zürich
Bruno Hohl, Zürich
 
Zürich, 29. Mai 2009

zuletzt verändert: 16.08.2011 14:00
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