300 Jahre Klosterkirche Rheinau: «Jesus Christus ist die Mitte der Kirche.» (Synodalrat)

Am Sonntag, 3. Oktober 2010, hat die katholische Kirchgemeinde Rheinau unter der Leitung des Kirchenpflege-Präsidenten Pius Baschnagel zusammen mit politischen und kirchlichen Würdenträgern das 300-Jahr-Jubiläum der Klosterkirche gefeiert.

Bei herrlichstem Herbstwetter hatten sich viele Gläubige zum Festgottesdienst eingefunden, dem der Benediktinerabt Martin Werlen vorstand. Als Konzelebranten stand ihm Weihbischof Peter Henrici, Generalvikar Josef Annen und Ortspfarrer Rolf Reichle zur Seite – alle mit Gewändern aus dem 18. Jahrhundert gekleidet.
In seiner Predigt erinnerte Abt Werlen daran, dass sich seit 1710 Einiges verändert hat und doch Etwas über die 300 Jahre gleich geblieben ist. Dieser Kirchenbau habe auch heute noch eine grosse Ausstrahlung. Das hänge vor allem damit zusammen, dass sich hier regelmässig eine Glaubensgemeinschaft zur Feier der Eucharistie treffe und damit das weiterführe, wofür die Kirche gebaut wurde. Damit werde eines klar: «Jesus Christus ist die Mitte der Kirche. Also nicht der Papst, nicht der Bischof, auch nicht eine bestimmte Organisationsform.» Musikalisch wurde der Gottesdienst vom «Coro Ardito» und dem Orchester «Capriccio» gestaltet. Unter der Leitung von Prof. Joseph Willimann kam die Missa in hon. S. Josephi von Michael Haydn zur Aufführung.

Die reformierte Schwesterkirche wurde von Kirchenrat Thomas Platz-Lutz vertreten, seitens des Kantons Zürich waren Regierungspräsident Hans Hollenstein und Ursula Gut zur Geburtstagsfeier erschienen. Baureferent Hollenstein: «Die Regierung ist verantwortlich für die Klosterkirche Rheinau und wird der Kirchgemeinde zur Nutzung zur Verfügung gestellt.»

Die barocke Klosterkirche Rheinau der damaligen Benediktinerabtei, wurde am 5. Oktober 1710 vom damaligen Konstanzer Weihbischof Geist eingeweiht und ist heute die einzige vorreformatorische Kirche der Zürcher Katholiken. Zusätzlich zur Klosterkirche sind noch das Zürcher Grossmünster und das Kloster Kappel im Besitz des Kantons.

4. Oktober 2010, Kommunikationsstelle/aru

zuletzt verändert: 17.06.2013 15:49
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