Weniger für uns. Genug für alle

Mit dem ersten Fastensonntag beginnt auch die ökumenische Kampagne von Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein. Begleitet vom Motto „Weniger für uns. Genug für alle“ zeigen die kirchlichen Hilfswerke auf, wie sehr unser Lebensstil die Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungsländern beeinflusst.

Exemplarisch für unseren Fleischkonsum ist auf dem Aktionsplakat ein Import-Poulet aus dem Kühlregal abgebildet. Masttiere bekommen als Kraftfutter oftmals Soja vorgesetzt, das etwa in Brasilien und Ländern des Südens in riesigen Monokulturen angebaut wird. Für den Landbedarf wird immer mehr Wald und Savanne gerodet. Der Teufelskreis beginnt sich zu drehen: Kleinbauernfamilien verlieren ihr Land - angebauter Soja wird zu Tierfutter verarbeitet, während dem die Menschen hungern - die Zerstörung des Regenwaldes sowie die intensive Tierhaltung heizen das Klima an. Zugespitzt gesagt: Unsere Tiere fressen Kleinbauernfamilien in Entwicklungsländern die Lebensgrundlage weg.

Ein kurzes Video mit dem Titel „Die Antwort liegt auf deinem Teller – Fleischkonsum und Nachhaltigkeit“ zeigt die Zusammenhänge anschaulich auf.

http://youtu.be/g4LkxNbLwwI

Die ökumenische Kampagne will unser Bewusstsein für Nachhaltigkeit und lustvollem Fleischgenuss anregen. Der Fastenkalender 2015 regt dazu an, den eigenen Konsum zu überdenken und zu handeln.

Auf politischer Ebene fordern Fastenopfer, Brot für alle und Partner sein mit einer Petition konkret für Klimagerechtigkeit einzustehen und sich an der Uno-Klimakonferenz im Dezember für verbindliche Grenzwerte für Klimagase einzusetzen.

Im Glauben an Jesus Christus erinnern wir uns daran, dass alles Leben ein Geschenk Gottes ist. Die Fastenzeit ist so alljährlich eine Zeit der Besinnung auf wesentliche Werte und weltweite Solidarität. Als Christinnen und Christen sind wir davon überzeugt, dass ein „Genug für alle“ möglich ist.

zuletzt verändert: 18.02.2015 11:20
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