Sternsinger: Segen bringen – Segen sein

In diesen Tagen sind sie wieder unterwegs: Die Sternsinger. Und gehen von Tür zu Tür.
Sternsinger: Segen bringen – Segen sein

Sternsinger von St. Josef Horgen Foto: V. Schwizer

 Sie halten nicht nur einen schönen Brauch lebendig, sondern bringen nebst Freude auch noch Segen. Darum werden sie an vielen Orten freudig erwartet. Der Brauch des Sternsingens ist schon gut 500 Jahre alt. Seither ziehen Gruppen von Schulkindern und Jugendlichen in den Tagen um das Dreikönigsfest durch die Strassen und Quartiere. Singend bringen sie den Dreikönigssegen in die Häuser.

 

Organisiert von www.missio.ch, dem schweizerischen Ableger des Internationalen Katholischen Missionswerkes Missio, sammeln sie Geld für eine Solidaritätsaktion für benachteiligte Kinder.

Dort, wo die Türen aufgehen, wird die Wohnung oder das Haus gesegnet. Dabei schreiben die Sternsinger mit Kreide die Buchstaben C, M und B sowie die Jahreszahl über die Tür. Da sie als Könige unterwegs sind, wurden die Buchstaben oftmals als die Namen der drei Könige gedeutet: Caspar, Melchior und Balthasar. Die eigentliche Bedeutung ist jedoch „Christus mansionem benedicat“ – „Christus segne dieses Haus“.

 

Haussegnung 2015

Das Jahr beginnt,
das Christuskind
bleibt alleweil zugegen.
Es sendet uns, zu bringen euch
ein Lied und seinen Segen.

Das Jahr beginnt,
das Christuskind
bleibt heute und auch morgen.
Es ist bei euch, wenn ihr es wollt.
Ihr seid in ihm geborgen.

Das Jahr beginnt,
das Christuskind
liess einen Stern aufgehen.
Wer andern seine Liebe schenkt,
kann ihn noch heute sehen.

Das Jahr beginnt,
ein Königskind
wird nun den Segen schreiben.
So werdet ihr das ganze Jahr
Gott selber nahe bleiben.

 Wir wünschen den Sternsingern, die unterwegs sind viele offene Türen und Herzen. Wir freuen uns, dass sie diesen Brauch lebendig erhalten, den Segen bringen und damit zum Segen werden.

zuletzt verändert: 06.01.2015 12:06
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