Pro Filia Zürich feiert 50 Jahre Hotel Hottingen

Unweit des Kunsthauses Zürich liegt zentral und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen das Zwei-Sterne-Hotel Hottingen. Seit 50 Jahren besteht es nun und gehört seit seiner Gründung dem katholischen Mädchenschutzverein Pro Filia.
Pro Filia Zürich feiert 50 Jahre Hotel Hottingen

Monika Stocker (l,) mit Pro Filia-Präsidentin Irène Rée-Bonomo. Foto: Kerstin Lenz

Zur Jubiläums-Feier kam neben rund 40 geladenen Gästen auch die ehemalige Stadträtin Monika Stocker, die als Vorsteherin des Sozialdepartements viel mit dem Hotel Hottingen und dem Verein Pro Filia zu tun hatte. Denn nach wie vor bringen die Sozialen Dienste der Stadt Zürich (SOD) Menschen in veränderten Lebenssituationen zu einem Spezialpreis im Hotel Hottingen unter. Monika Stocker: „Das ist für mich ein überzeugendes Konzept. Neben dem kommerziellen wird der soziale Aspekt deutlich wahrgenommen wird.“ Dazu steht auch die Präsidentin von Pro Filia Zürich Irène Rée-Bonomo: „Alle Gäste bekommen die gleichen Zimmer und denselben Service.“ Platziert werden Menschen in Notsituationen, die ihre Wohnungen verlassen mussten oder zurück gekehrte Auslandsschweizer, die noch nach einer Wohnung suchen. Manche bleiben nur einige Tage, andere sogar mehrere Monate. Irène Rée-Bonomo erklärt weiter: „Die Zusammenarbeit mit den Sozialdiensten läuft sehr gut. Allerdings können wir keine Menschen mit psychischen Problemen oder Problemen mit Alkohol oder Drogen aufnehmen. Dazu ist unser Personal nicht ausgebildet.“

Erfolgreiches Konzept in guter Stadtlage

Das Hotel Hottingen ist zu über 80 Prozent im Jahr ausgelastet, bekommt gute Noten auf allen Hotel-Test-Portalen. „Ein ordentliches Zwei-Sterne-Hotel ist nicht sehr abhängig von der wirtschaftlichen Lage, es läuft immer gut“, so Irène Rée-Bonomo. Für das nächste Jahr strebt sie gemeinsam mit der Geschäftsführung des Hotels einen dritten Stern an. „Das sollte möglich sein“, so die Psychologin und Theologin aus Meilen, die ihr Amt bei Pro Filia als Freiwillige ausübt.

Seit 2012 bietet das Hotel auch einer/einem Lernenden einer Lehre an – gemeinsam mit dem Berufslehrverband BVZ, der sich für Jugendliche einsetzt, die wenig gefördert werden oder aus einem Migrationshintergrund stammen.

Die Katholische Kirche im Kanton Zürich unterstützt Pro Filia mit rund 140 000 Franken jährlich. Pro Filia Zürich führt neben verschiedenen Wohnhäusern vor allem für junge Frauen in Ausbildung, eine Au-Pair- und Sprachkurs-Vermittlung sowie die Bahnhof-Hilfe, die Reisende unterstützt.  

www.profilia.ch 

zuletzt verändert: 23.11.2015 09:05
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