Ostern: das Leben hat das letzte Wort

Ostern: Hand aufs Herz, an was denken Sie zuerst, wenn Sie Ostern hören? Ostereier und Osterhasen.
Ostern: das Leben hat das letzte Wort

Foto: Christian Murer

Ein paar freie Tage und endlich Frühling. Irgendwann dämmert es: Da war doch noch etwas anderes. Ach ja, die Sache mit Jesus. An Weihnachten feiern wir die Geburt von Jesus, darum wissen noch viele. Aber Ostern? Kreuzigung? Auferstehung? Vielen Menschen ist die  tiefere Bedeutung dieses Festes abhandengekommen.  An Ostern berühren sich Tod und Leben. Das Grab ist leer. Das Leben setzt sich  gegen alle Widrigkeiten und Widerstände durch.  Schauen wir auf das Weltgeschehen, könnten wir manchmal verzweifeln: Terror, Umweltzerstörung, Armut, Ungerechtigkeit und Menschenverachtung bedrohen  das Leben. Ostern jedoch widersetzt sich den Zeichen des Todes. Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. So gesehen ist Ostern für Christen und Christinnen die Bestätigung Gottes, dass nicht der Tod, sondern das Leben das letzte Wort hat, dass auch die tiefste Verzweiflung und Dunkelheit von Hoffnung und Licht erhellt wird. Tiefer können wir nicht fallen als in Gottes Hand. Aus diesem Glauben schöpfen wir Kraft.

Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Osterfest und ab und zu ein kleines Wunder der Auferstehung.

Josef Annen
Generalvikar Zürich

zuletzt verändert: 02.04.2015 09:42
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