Kirchlicher Filmpreis

40 Jahre ökumenische Jury von Locarno
Kirchlicher Filmpreis

Die ökumenische Jury mit Juroren aus Belgien, Ungarn, der Schweiz, Deutschland und Frankreich. FOTO: Christian Murer

Am diesjährigen Filmfest zeichnete die Jury der kirchlichen Filmorganisationen SIGNIS und INTERFILM den Film «Une Estonienne à Paris» mit ihrem Preis aus: «Der formvollendete und exzellent gespielte Film behandelt auf berührende Weise existenzielle Themen wie Verlust, Altwerden, Liebe, Trauern, Nächstenliebe und die Begegnung mit den anderen.» Der Regisseur Ilmar Raag inszeniert seinen Film mit der Diva Jeanne Moreau als alternde Dame in Paris, die eine estnische Haushälterin benötigt, um ihren Lebenssinn wieder zu finden.

Erfolg mit dem Ehrengast Zanussi

Die ökumenische Jury feierte in Locarno zudem ihr 40jähriges Jubiläum mit einer Einladung an den polnischen Regisseur Zanussi, der am ökumenischen Gottesdienst sowie an einem Roundtable auf der Piazza Grande teilnahm. Mit dem Ehrengast und der Präsenz am Festival von Locarno wurde die  Bedeutung der kirchlichen Filmarbeit am grössten Kulturanlass der Schweiz unterstrichen.

 

Förderung des Preisträgers für den Verleih in der Schweiz

Seit einigen Jahren stellen die evangelisch-reformierte und die römisch-katholische Kirche für den Preis der Ökumenischen Jury in Locarno den Betrag von 20‘000 Franken zur Verfügung. Dieses Preisgeld ist an den Verleih in der Schweiz gebunden und wird ausbezahlt, wenn ein Schweizer Verleiher bereit ist, die Auswertungsrechte für den Film zu kaufen und ihn ins Kino zu bringen. Die ausgezeichneten Filme bekommen so eine grössere Breitenwirkung auch ausserhalb des Filmfestivals Locarno. Die Katholische Kirche im Kanton Zürich beteiligt sich mit einem namhaften Betrag am Preisgeld.

www.kirchen.ch

zuletzt verändert: 14.08.2012 14:19
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